KfW 461 – staatlich finanzierte Energieeffizienz

Der staatliche Wohngebäude Zuschuss KfW 461 förder Baumaßnahmen, welche die Energieeffizienz von Wohngebäuden verbessern. Ziel ist es, Wohnungen in Deutschland ökonomisch und ökologisch nachhaltiger zu gestalten. Die Kostenersparnis für Immobilienbesitzer ist enorm, die Förderbeträge liegen je Wohneinheit bei bis zu 75.000 Euro. Im Rahmen einer energetischen Komplettsanierung betrifft das auch die Kosten moderner Fenster und Türen. Beim Neubau liegt der Maximalzuschuss von KfW 461 immer noch bei 37.500 Euro.

Wenn Sie Ihr Haus energieeffizient bauen oder energetisch sanieren, sparen Sie neben den Anschaffungskosten auch langfristig Energiekosten. Wie hoch die Unterstützung ist, welche Maßnahmen Sie ergreifen müssen und was es sonst noch zu beachten gibt, lesen Sie hier.

Was fördert KfW 461 und was nicht

Das Zuschussmodell 461 richtet sich an alle, die ein Wohngebäude bauen oder komplettsanieren bzw. ein frisch saniertes Gebäude kaufen. Das betrifft auch immer die Fenster und Türen, die zu einer optimierten Energieeffizienz in jedem Fall viel beitragen. Dabei ist aber wichtig, dass die Maßnahmen noch nicht umgesetzt worden sind. Nachträgliche Zuschüsse sind mit KfW 461 nicht möglich. Außerdem ist das Modell nicht für Teilsanierungen ausgelegt. Sollten Sie also ausschließlich Fenster und/oder Türen erneuern wollen, kommt das nicht infrage. Glücklicherweise gibt es aber andere Möglichkeiten, energetische Teilsanierungen zu fördern.

Das geht einerseits mit einem Förderkredit für Wohngebäude nach KfW 261 und 262 sowie über Zuschüsse des BAFA. Lohnen könnte sich auch der Blick in das KfW Programm 455-E – hier gibt es Zuschüsse für Verbesserungen beim Einbruchschutz, welcher beim Austausch von alten Fenstern und Türen in neue Modelle im Regelfall ebenfalls erhöht wird. Dieser Zuschuss ist auch für Einzelmaßnahmen erhältlich. Die Möglichkeiten sind zahlreich und sollten ausgeschöpft werden, auch wenn Sie nur Ihre Fenster erneuern.

Wie viel Zuschuss kann ich erhalten?

Je Wohneinheit gelten verschiedene Maximalzuschüsse, die sich nach Neubau und Komplettsanierung unterscheiden. Sanierungen werden im besten Fall mit bis zu 75.000 Euro bezuschusst, während Sie beim Bauen 37.500 Euro erhalten können. Die Regel ist dabei: Je besser die Energieeffizienzstufe Ihres Effizienzhauses ist, desto mehr Förderung können Sie erhalten.

Außerdem richtet sich die Zahlung nach den förderfähigen Kosten, also den Kosten, die für Maßnahmen anfallen, die zur Förderung der Energieeffizienz beitragen. Hierzu eine Beispielrechnung zum Zuschuss 461:

Die Erneuerung Ihrer Heizung, Fenster und Türen sowie die Verbesserung Ihrer Fassadendämmung führen zu der Effizienzhausstufe von 40. Hier erhalten Sie 45% der Kosten bis zu einem maximalen Förderbetrag von 120.000 Euro. Das sind 54.000 Euro Zuschuss. Belaufen sich Ihre Kosten auf 150.000 Euro, erhalten Sie ebenfalls 54.000 Euro, weil der Maximalbetrag bereits ausgereizt ist.

Wichtig: Baubegleitung und Nachhaltigkeitszertifizierung werden noch mal zusätzlich bezuschusst.

Um den Zuschuss 461 zu erhalten, sind mehrere Schritte notwendig, die für Sie selbst aber relativ unkompliziert sind. Der Grund ist die Erfordernis eines Energieeffizienz-Experten.

Dieser stellt sicher, dass bei Ihnen ein sinnvolles Gesamtkonzept umgesetzt wird.

Dadurch erhalten Sie nicht nur eine fachliche Expertise bezüglich Ihrer baulichen Maßnahmen, Sie können auch bei den Formalia nicht viel falsch machen.

Folgenden Ablauf empfiehlt die KfW:

  • Expertise durch den Energieberater einholen und Energieeffizienz sicherstellen
  • eigentlicher Antrag: Bitte beachten – abseits von Beratung und Planung dürfen sich die Maßnahmen noch nicht in der Umsetzung befinden
  • Vorhaben umsetzen – nach Bestätigung Ihres Antrags durch die KfW
  • „Bestätigung nach Durchführung“ (BnD) durch Energieeffizienz-Experten 

Im Anschluss erhalten Sie den Förderzuschuss nach KfW 461 ausgezahlt. Dieser beinhaltet im Übrigen auch 50% der Kosten, die durch die Beratung des Energieeffizienz-Experten anfallen.

KfW 461 oder 261

Das kommt darauf an. Im Unterschied zum KfW Programm 461 handelt es sich bei 261 um keinen Zuschuss, sondern um einen Kredit. Diesen erhalten Sie zu besonders günstigen Konditionen und müssen einen Teil auch nicht zurückzahlen. Im Endeffekt handelt es sich inhaltlich also um das gleiche Thema, die Form der Finanzierung ist aber unterschiedlich. Wenn Sie für die Umsetzung Ihrer Maßnahmen ohnehin einen Kredit aufnehmen wollen oder müssen, bietet sich 261 an. Wenn nicht, nutzen Sie den Zuschuss 461.

Es gibt aber eine wichtige Ausnahme: Der Zuschuss KfW 461 ist nicht für einzelne Teilmaßnahmen gedacht. Sollten Sie also keine Komplettsanierung durchführen und stattdessen nur Ihre Fenster und/oder Türen erneuern wollen, kommt die KfW Förderung 461 leider nicht infrage. Über die Kreditvariante 261 können Sie potenziell aber trotzdem einiges an Geld sparen.

Mit KfW 461 hohe Zuschüsse möglich

Wenn Sie Fenster und Türen für einen Neubau oder eine Komplettsanierung kaufen, sollten Sie in jedem Fall die Fördermöglichkeiten der KfW nutzen. Mit zunehmender Wärmedämmung steigen die Fördersummen und können stark ins Gewicht fallen. Energieeffiziente Fenster und Türen lohnen sich dann gleich doppelt, weil sie nicht nur Energiekosten sparen, sondern sich auch durch die Förderung schon teilweise bezahlen.

Waren diese Informationen für Sie hilfreich?
1
2
3
4
5
(1 Bewertungen , Ø 5)

nach oben