Das KfW-Effizienzhaus 115 – Anforderungen und Definition

Sowohl für den Neubau als auch für die Sanierung vergibt die KfW günstige Kredite und großzügige Zuschüsse. Um Kosten an der richtigen Stelle zu sparen und die Finanzierung des eigenen Heims so günstig wie möglich zu gestalten, sollte sich jeder Bauherr im Vorfeld ausführlich über die Möglichkeiten der Förderung informieren. So können auch schon Einzelmaßnahmen genügen, um bspw. den energetischen Standard, der unter der Bezeichnung Effizienzhaus 115 verstanden wird, zu erlangen. Auch diese Maßnahmen sind im Rahmen der KfW-Programme förderfähig.

Was sind Effizienzhäuser?

Seit Jahren sind die Anforderungen an Wärmedämmung, generelle energetische Standards bzw. Energieeffizienz (z. B. energieeffizient arbeitende Heizungsanlagen und isolierende Fenster) gestiegen.

Der Gesetzgeber hat Anforderungen für Neubau-Vorhaben erlassen, die gewisse Werte nicht überschreiten dürfen. Diese sind in der 2014 zuletzt geänderten Energieeinsparverordnung – kurz EnEV – niedergeschrieben.

Effizienzhäuser sind in diesem Zusammenhang nicht direkt als Haus zu betrachten, sondern als Standards, die in Verbindung mit Förderprogrammen der KfW zu beachten sind, um eine bestimmte Förderung zu erhalten.

Die KfW richtet die energetischen Werte, die für Effizienzhaus-Standards gelten, nach den Regelungen der EnEV aus. Der Jahres-Primärenergiebedarf und der Transmissionswärmeverlust sind dabei die hauptsächlich zu beachtenden Werte.

So darf ein KfW-Effizienzhaus 115 den festgelegten maximalen Jahres-Primärenergiebedarf nicht um mehr als 15 % überschreiten.

Andere Werte der Effizienzhäuser geben analog den maximal erlaubten Energiebedarf an. Der Wert 40 bedeutet beispielsweise, dass der Bedarf an Energie mit nur 40 % sogar deutlich unterhalb der Anforderungen der EnEV liegen muss.

Gesunkender Energiebedarf mit KfW Effizienzhaus 115

Sowohl beim Neubau als auch bei der Sanierung sind diese Standards nicht nur in Hinblick auf die energetische Modernisierung wichtig, sondern haben auch Auswirkungen auf Förderprogramme.


Sanieren oder Bauen? Das Haus energetisch modernisieren

Da ein Effizienzhaus 115 energetische Standards nach der Energieeinsparverordnung überschreitet, stellt die KfW keine Förderprogramme zum Bau eines neuen Hauses nach Effizienzhaus 115 Energiestandard zur Verfügung.

Sanierung zum Effizienzhaus 115

Allerdings können bereits bestehende Immobilien durch Modernisierung bzw. Sanierung auf den energetischen Stand eines solchen Hauses gebracht werden. Hierfür wiederum bietet die KfW umfangreiche Fördermittel und –programme an. Diese sind in Bezug auf ein Effizienzhaus 115:

Neben der Sanierung ist auch der Kauf von saniertem Wohnraum förderfähig. Für diesen bzw. die vollständige Sanierung zu einem Effizienzhaus 115 stellt die KfW einen Kredit von 120.000 Euro in Aussicht. Jedoch werden auch Einzelmaßnahmen gefördert.

Hierfür können 50.000 Euro als Darlehen beantragt werden. Der Tilgungszuschuss für ein Effizienzhaus 115 beträgt dabei 25 % der Darlehenssumme. Das heißt, pro Wohneinheit werden bis zu 30.000 Euro als Tilgungszuschuss verrechnet.

Für energetische Einzelmaßnahmen – z.B. Dämmung der Wände oder Modernisierung der Heizung – und die vorhergehende Planung stellt die KfW mit den Programmen 430 und 431 jeweils einen Zuschuss zur Verfügung.

Sowohl gesamtbauliche Maßnahmen als auch Einzelmaßnahmen, die zum energetischen Standard Effizienzhaus 115 führen, werden im Rahmen der Baubegleitung mit 30.000 Euro bezuschusst.

Die Hälfte der Kosten für vorhergehende Planungen – wie z.B. eine Energieberatung – werden wiederum mit bis zu 4.000 Euro mittels des Programms 431 übernommen.

Insbesondere eine Beratung durch einen Energieberater ist dabei sehr sinnvoll, denn nicht zuletzt bringt diese auch den oft angestrebten Energieausweis.


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