Mit dem Förderprogramm KfW 153 ins eigene Effizienzhaus

Miet- und Heizkosten steigen stetig. Aus diesem Grund lohnt es sich, einen Immobilienkauf zu tätigen. Allerdings reichen finanzielle Mittel oft nicht aus, weshalb viele Menschen überlegen, einen Kredit aufzunehmen. Hier setzt die Förderung der Programme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) an. Die Förderprogramme der KfW – wie das Programm 153 ­– dienen einem energieeffizienten Bauen und erleichtern die Baufinanzierung zu niedrigen Zinsen. Das Förderprogramm 153 unterstützt den Bau oder Ersterwerb von Immobilien, die den Kriterien eines Effizienzhauses oder Passivhauses entsprechen.

Langfristig sparen dank der KfW Förderprogramme

Das Ziel der Programme sind langfristige Kredite zu niedrigen Zinsen für die Errichtung von Effizienzhäusern. Beim Förderprogramm 153 wird auch das Passivhaus berücksichtigt, da es ebenfalls einen sehr geringen Energieverbrauch aufweist und dadurch den CO2-Ausstoß verringert. Darüber hinaus soll die Förderung die finanzielle Belastung kalkulierbar machen und die beim Bau anfallenden Kosten reduzieren.

Kleinere Zahl, höhere Energieeffizienz

Der Begriff Effizienzhaus beschreibt einen technischen Standard auf Grundlage der Energieeinsparverordnung (EnEV). Förderprogramme wie KfW 153 umfassen verschiedene Niveaus:

Beispielsweise das Effizienzhaus 55. Der Zahlenwert gibt den Jahresprimärenergiebedarf des Gebäudes im Vergleich zu einem Neubau an. Je kleiner die Zahl, umso höher ist die Energieeffizienz.

Einen solchen energetischen Standard kann man unter anderem mit der Einbindung erneuerbarer Energien erreichen. Ein Passivhaus besitzt eine kompakte und starke Dämmung.

Die Bezeichnung Passivhaus definiert eine Art Verbrauchsstandard und zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:

KfW 153 gefördertes Passivhaus

  • einen hervorragenden Wärmeschutz
  • eine dreifache Wärmeschutzverglasung mit gedämmten Fensterrahmen
  • eine Lüftungsanlage mit effizienter Wärmerückgewinnung
  • das Fehlen einer konventionellen Heizungsanlage

Das Passivhaus ist dadurch dem Effizienzhaus-Standard sehr nahe und ebenfalls förderfähig.


Energieeffizient bauen mit dem Programm 153

Die Förderung durch den KfW 153 Kredit fördert das Bauen oder den Kauf folgender Standards:

Energieeffizientes Bauen mit KfW 153 Förderung

Das Kredit-Förderprogramm 153 umfasst sowohl Kaufpreis als auch Nebenkosten

Für die erste Stufe erhält man 10 % vom Darlehen, was einem Tilgungszuschuss bis zu 5.000 Euro entspricht. Bei der zweiten Stufe gibt es 5 % vom Darlehen, also einen Tilgungszuschuss bis zu 2.500 Euro. Für die 3. Stufe erhält man keinen Tilgungszuschuss.

Ein Kredit über das Programm 153 umfasst maximal 50.000 Euro pro wohnwirtschaftlich genutzter Fläche und Wohneinheit mit einer Zinsbindung von zehn Jahren. Wohneinheiten sind abgeschlossene Wohnungen mit einer Toilette, Kochgelegenheit, fließendem Wasser und einem eigenen Zugang.

Das Förderprogramm 153 ist ebenfalls für die Erweiterung bereits bestehender Gebäude, zum Beispiel durch einen An- oder Ausbau von vorher nicht beheizten Räumen wie Scheunen, geeignet, wodurch neue Wohnräume entstehen. Dagegen kommt das Bauen von Ferienhäusern und –wohnungen für eine Förderung über das Programm KfW 153 nicht in Frage.

Bei einer Laufzeit von zehn Jahren beträgt der effektive Jahreszins bei diesem Kredit-Programm 1,00 %. Bei bis zu 20 oder 30 Jahren liegen die Zinsen jeweils bei 1,25 %.

Die Förderung des Programms KfW 153 beinhaltet beim Bauen die Baukosten, anfallende Nebenkosten, genauso wie die Beratungs-, Planungs- und Begleitungskosten beim Bauen, allerdings nicht den Preis des Grundstücks.

Entschließt man sich für den Erwerb eines entsprechenden Wohngebäudes, umfasst das Kredit-Förderprogramm 153 sowohl den Kaufpreis als auch die Nebenkosten.


Sachverständige können helfen

Jeder, der Investitionen an selbst genutzten oder vermieteten Wohngebäuden tätigen will, kann Programme wie das Förderprogramm KfW 153 zu günstigen Zinsen in Anspruch nehmen. Dennoch ist es unerlässlich, neben dem Bauherrn zusätzlich einen Sachverständigen hinzuzuziehen.

Er übernimmt die Fachplanung und begleitet bei der Errichtung der Wohnung oder des Hauses. Dabei ist zu beachten, dass der Sachverständige für das Vorhaben wirtschaftlich unabhängig beauftragt werden muss.

Das bedeutet, er darf zum ausführenden Unternehmen oder dem Lieferanten in keinerlei beruflichem Verhältnis stehen. Außerdem darf er weder Leistungen noch Lieferungen vermitteln. Zwei Fälle fallen nicht unter diese Regelung:

Sachverständige, die beim Antragssteller oder Verkäufer – beispielsweise dem Bauträger – angestellt sind sowie Sachverständige, die von Bau- oder Handwerksunternehmen – wie z.B. Fertighausbauern – beschäftigt sind, bei denen Produkte und Leistungen nach festen Kriterien definiert und überwacht werden.

Ferner kann die Förderung durch das Programm KfW 153 und andere Programme nicht von Privatpersonen, sondern ausschließlich über Banken, Versicherungsgruppen und Sparkassen beantragt werden. Der Grund dafür ist, dass der Konzern für die Kredite der Förderprogramme haftet.

Sachverständiger

Deshalb muss der Antrag für ein Förderprogramm bei einer Bank eingereicht werden, bevor man das Vorhaben beginnt. Bauarbeiten vor Ort sowie der Abschluss eines Kaufvertrags zählen zum Beginn des Vorhabens. Beratungsleistungen und das Abschließen von Lieferverträgen zählen nicht dazu.


Mehr Vorteile dank kombinierbarer Programme

Ein weiterer Vorteil sind die Kombinationsmöglichkeiten, die es erlauben, weitere Förderprogramme neben KfW 153 zu beziehen. Zusätzlich zum Programm 153 kann man die KfW-Förderprogramme 274, 275 und 124 beantragen. Die zwei Förderprogramme KfW 274 und KfW 275 umfassen jeweils ein Darlehen für erneuerbare Energien. Insbesondere fördern die Kredite der beiden Programme die Anschaffung von Photovoltaik-Anlagen.

Das Förderprogramm KfW 124 ist ein Wohneigentumsprogramm. Möchte man anstatt einer nicht beheizten eine beheizte Nicht-Wohnfläche wie Gewerbeflächen zu einem Wohnraum umbauen, bieten sich wiederum andere Programme an. Zum Beispiel die KfW-Förderprogramme 151 und 152 zu ebenfalls niedrigen Zinsen, sogenannte „Energieeffizient Sanieren“-Kredite.


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