Das KfW-Effizienzhaus 100 – Anforderungen und Definition

Ein KFW-Effizienzhaus gibt energetische Standards vor, die sich nach vom Gesetzgeber beschlossenen Mindestanforderungen richten. Diese Anforderungen sind in der Energieeinsparverordnung – kurz EnEV – aus dem Jahr 2014 zu finden und geben Maßnahmen an, die für ein energieeffizientes Wohnen in der heutigen Zeit notwendig sind. Das Effizienzhaus 100 erfüllt diese Vorgaben zu 100 %. Ausschlaggebend für die Bezeichnung des Hauses sind der Primärenergiebedarf innerhalb eines Jahres sowie der Transmissionswärmeverlust.

Förderprogramme

Die Förderprogramme der KfW-Bank teilen sich in Bezug auf Effizienzhaus-Standards in Neubau-Programme sowie Sanierungen auf. Das Effizienzhaus 100 ist dabei lediglich in Bezug auf die Sanierung förderfähig – der reine Hausbau ist in diesem Fall also nicht Gegenstand der Förderung.

Diese ist erst ab dem Effizienzhaus 55 möglich. Förderprogramme, die bei der Finanzierung des Umbaus zu Effizienzhäusern 100 in Anspruch genommen werden können, sind z. B.:

Hierbei ist allerdings zu berücksichtigen, dass das KfW-Programm Nr. 431 nur in Verbindung mit einem der anderen Förderprogramme genutzt werden kann. Während das Förderprogramm Nr. 151 / 152 einen zinsgünstigen Kredit der KfW darstellt, handelt es sich bei den anderen beiden Beispielen um Zuschüsse der KfW, die beim Sanieren der Immobilie beantragt werden können.

So sind in Verbindung mit energetischen Maßnahmen, die zu einem Effizienzhaus 100 führen, Zuschüsse bis zu 33.000 Euro sowie die Übernahme von 50 Prozent der Kosten einer Baubegleitung möglich.

Das Förderprogramm 431 ist dabei auf 4.000 Euro beschränkt. Ein Kredit kann wiederum in Höhe von bis zu 120.000 Euro aufgenommen werden.

Dachsanierung für Effizienzhaus 100

Förderfähig ist auch der Umbau zum Passivhaus

Hier beschränkt der energetische Standard im KfW-Effizienzhaus 100 lediglich den Betrag für einen möglichen Tilgungszuschuss.

Förderfähig ist darüber hinaus auch der Umbau zum Passivhaus bzw. Niedrigenergiehaus-Standard, sofern diese die gleichen energetischen Anforderungen erfüllen.


Maßnahmen

Um eine Immobilie auf den Effizienzhaus 100 Standard aufzurüsten, sind – je nach Ausgangslage – mehr oder weniger umfangreiche Maßnahmen zur Modernisierung nötig. Der Vorteil vieler KfW-Förderprogramme ist, dass auch Einzelmaßnahmen förderfähig sind, also nicht das gesamte Haus saniert werden muss. Auf diese Weise kann der Hauseigentümer einen großen Teil seiner Kosten sparen.

Pläne für die Modernisierung

So genügen oft schon die Erneuerung der Heizungsanlage oder der Lüftung, um den Energiebedarf zu 100 % an die EnEV anzupassen. Besonders wichtig für ein energetisch effizientes Wohnen sind neben der Heizung jedoch auch Fenster und Außentüren – wie z.B. Haustüren.

Neben optimal gedämmten Wänden tragen auch sie zur Wärmedämmung bei. Darüber hinaus bietet die KfW Unterstützung bei Planung und Baubegleitung.

Gedämmte Wände sind ohne die passenden Fenster unwirksam

Denn schon vor dem Bauen ist vieles an Organisation erforderlich. Dazu gehört auch, eine Energieberatung in Anspruch zu nehmen. Ein Energieberater stellt dabei nach erfolgter Prüfung den begehrten Energieausweis aus, jedoch ist die Beratung auch ansonsten äußerst sinnvoll.

Denn nur so kann genau geplant werden, welche Maßnahmen notwendig sind, um den KfW-Effizienzhaus 100 Standard zu erreichen.

Ohne die richtige Planung werden im schlimmsten Fall die wirklich wichtigen Bereiche des Hauses nicht energieeffizient modernisiert, was wiederum zu einem erhöhten Bedarf an Energie durch Transmissionswärmeverlust führen kann. So sind gedämmte Wände zwar wichtig, aber ohne die passenden Fenster gleichzeitig auch unwirksam.


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