Fenster abdichten leicht gemacht

Fenster abdichten

Wenn Fenster undicht werden, ist die Barriere zwischen Innenraum und Außenwelt gestört. Das bedeutet, Feuchtigkeit und Zugluft können durch das Fenster eindringen und Wärme gelangt ungehindert nach draußen.

Wenn Feuchtigkeit ins Haus gelangt, entsteht schnell Schimmel, der hohe Kosten bei der Entfernung verursacht und Allergien und Asthma auslösen kann. Hohe Kosten entstehen auch durch den Verlust von Wärme.

Umso wichtiger ist es, beim Einbau Ihrer Fenster auf optimales Abdichten zu achten. Zudem sollten ältere Bauelemente regelmäßig auf ihre Dichte hin überprüft werden.


Gutes Klima für gesundes Wohnen

Das Prinzip der optimalen Fensterabdichtung ist so simpel wie genial. Die innere Abdichtung der Fenster trennt Raum- und Außenklima und muss dampfdiffusionsdicht sein. Das heißt, das dauerhaft luftundurchlässige Abdichten der Fugen im Innern des Gebäudes ist unabdingbar. Aber auch beim Einbau der Fenster ist auf die optimale Verarbeitung der Materialien zu achten.

In den Wintermonaten ist im Gebäudeinneren sowohl Temperatur als auch Luftfeuchtigkeit höher als Außen. Dieses Druckungleichgewicht versucht sich auszugleichen und findet leicht einen Weg durch undichte Fugen und Dichtungen.

Sind die Dämmstoffe einmal mit Feuchtigkeit durchzogen, zieht dies häufig Schimmelbildung nach sich. Hier hilft auch das bloße Einbauen einer Dampfbremse nicht mehr weiter.

Beim Abdichten gelten die anerkannten Regeln der Technik: Innen dichter als Außen. Der Sd-Wert, der die äquivalente Luftschichtdicke beschreibt, soll im Innern eines Gebäudes – also auf der warmen Seite –einen Wert von 1500m haben. Dies wird unter der DIN 4109-3 geführt und gilt bauphysikalisch als dampfdiffusionsdicht.

Die richtige Technik um Fenster abzudichten


Die mittlere Abdichtung zwischen Fensterrahmen und Hauswand sollte indes mit wärmedämmendem Material ausgefüllt sein. Das kann durch spritzbare Dämmstoffe geschehen oder auch durch vorkomprimierte Schaumdichtbänder, wie es bei Fenstern in Neubauten üblich ist. Aber auch Mineralwolle, Kokosfasern, Flachs oder Spritzkork kommen beim Abdichten zum Einsatz. Um die Fugen der Fenster möglichst winddicht zu gestalten, ist eine lückenlose Dämmung absolut erforderlich.

In jedem Fall gilt es darauf zu achten, dass die Mauersteinfugen im Vorfeld fachgerecht bündig abgestrichen wurden und die Fugenflanke vollfugig erstellt wurde. Nur so ist eine dichte Montage der Fenster gewährleistet.

Die äußere Abdichtung der Fenster dient als Wetterschutz und ist schlagregendicht sowie dampfdiffusionsoffen auszuführen.

Die Abwanderung der Feuchtigkeit von innen nach außen muss aber absolut gewährleistet sein und darf nicht gestört oder gar gehemmt werden, da sich sonst im innen liegenden Dämmmaterial Feuchtigkeit ansammeln kann. Da die Fugen im Außenbereich großen Temperaturschwankungen unterliegen, muss das Dichtmaterial bewegungsausgleichend abdichten. Dies gelingt am besten mit Silikon oder Acryl.

Materialien zum Abdichten - Qualität als oberster Standard

Fenster abdichten - benötigtes Zubehör


Die innere Abdichtung der Fenster kann mittels dampfdichter Folie oder im Altbau durch dauerelastisches Material erfolgen. Die dampfdichte Folie – oder auch Dampfbremse – mit einem definierten Wasserdampfdiffusionswiderstand verhindert, dass Feuchtigkeit aus dem Gebäudeinneren in die Dämmung eindringt und dort schädliches Kondenswasser bildet.

Meist bestehen Dampfbremsen aus 0,1 mm starken Folien aus Polyethylen.

Die dampfdichte Folie beeinträchtigt auch das Raumklima nicht negativ, da es nur zur Absicherung der Dämmmaterialien eingesetzt wird.

Die mittlere Abdichtung kann entweder mittels PUR Schaum (1-Komponenten-PUR Schaum) ausgefüllt werden, oder durch Stopfmaterialien, wie die vorherig genannte Mineralwolle, Kokosfasern, Flachs oder Spritzkork. Die Dämmung selbst muss lückenlos vorgenommen werden, so dass kein Feuchtigkeitsstau entstehen kann.Das äußere Abdichten der Fenster kann sowohl durch vorkomprimierte Dichtungsbänder oder dampfdiffusionsoffene Folie erfolgen.

Das Abdichten der Bauelemente stellt einen wichtigen Schutz vor Baufolgeschäden dar. Nach den heutigen Richtlinien ist ein Abdichten der Fenster insbesondere aus energetischer Sicht unerlässlich.

Möglichkeiten zum Fenster abdichten

Dichtung Spaltbreite Eigenschaften
Schaumstoffdichtungen 1 - 3,5 mm Günstig, sollten alle zwei Jahre ausgewechselt werden
Gummidichtungen 1 - 3,5 mm Teuerer, sollten nach vier bis acht jahren ausgewechselt werden
Hohlprofildichtungen bis 5 mm Für größere Spaltbreiten

Montage

Professionell Fenster abdichten

Eine gute Montage: Die optimale Dämmung Ihrer Fenster und Türen erfolgt bereits während der Montage. Hier ist es sehr wichtig, sorgfältig ranzugehen und keinen Schritt auszulassen. So können Sie das Material noch sehr lange nutzen.
Denn wenn sich die Feuchtigkeit einmal festgesetzt hat, lässt der Schimmel nicht lange auf sich warten und eine Sanierung von ursprünglich beim Abdichten verursachten Baufehlern kommt finanziell häufig schwerer zum Tragen als eine fachgerechte Montage der Objekte.

Aber auch in Altbauten ist beim Abdichten der Fenster Vorsicht geboten. Gerade hier sollten Bauherren ihr Vertrauen einem Spezialisten schenken und die Arbeit durch Fachkräfte verrichten lassen.

So haben Hausbesitzer lange Freude mit ihren Fenstern und können sich dank optimaler Dämmung über ein hervorragendes Raumklima und sinkende Heizkosten freuen.

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