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DIN EN ISO 10077 – Wärmetechnisches Verhalten

Die DIN EN ISO 10077 behandelt das wärmetechnische Verhalten von Fenstern, Türen sowie Abschlüssen und wurde vom Deutschen Institut für Normung e. V. ins Leben gerufen.

Die Norm regelt zudem die Berechnung des Wärmedurchgangskoeffizienten – auch U-Wert genannt – für die genannten Bauteile, denn kaum ein Bauteil eines Hauses besteht aus nur einem soliden Element.

Dies führt dazu, dass die verschiedenen Körper auch unterschiedliche Wärmedurchgangskoeffizienten aufweisen. Korrekte Gewichtung und Bestimmung der U-Werte für jedes Bauteil werden in den beiden Teilen der DIN EN ISO 10077 geregelt.


Ein Fenster besteht aus einem Rahmen sowie einer Verglasung, die jeweils ihren eigenen U-Wert aufweisen. Eine weitere Variable ist laut DIN EN ISO 10077 ein möglicher Randverbund, der vorliegt, wenn die Verglasung aus mehr als einer Scheibe besteht – eine sog.

Mehrscheibenverglasung. Die in der Berechnung des Wärmedurchgangskoeffizienten für das gesamte Fenster (Uw) genutzten Variablen lauten folgendermaßen:

Variable Abkürzung
U-Wert Rahmen Uf
U-Wert Verglasung Ug
Wärmedurchgang Randverbund bzw. Glaskante Ψg
Ansichtsfläche Verglasung Ag
Ansichtsfläche Rahmen Af
Länge des Randverbunds lg

Mit Hilfe dieser Bausteine können nun die Wärmedurchgangskoeffizienten für Einfachfenster – mit einfacher oder mehrfacher Verglasung – berechnet werden.

Sind alle Variablen bestimmt, sieht die DIN EN ISO 10077 vor, sie in der folgenden Formel anzuwenden:

Formel wärmetechnisches Verhalten

Der hieraus errechnete Quotient bezieht sich auf das gesamte Fenster und wird in W/(m2K) gemessen.

Er gibt also die Menge an Energie an, die durch eine Fläche von einem Quadratmeter verloren geht, wenn sich die Lufttemperatur auf beiden Seiten der Fläche um ein Kelvin unterscheidet. Natürlich kann die Bestimmung des Wertes auch durch eine entsprechende Messung erfolgen.

Das in der DIN EN ISO 10077 angegebene Verfahren zur Berechnung hilft jedoch insbesondere Bauherren, die vor dem Kauf eines neuen Fensters dieses auf sein wärmetechnisches Verhalten überprüfen möchte. Ein solches Vorgehen ist besonders aufgrund der Energieeinsparverordnung, kurz EnEV, sinnvoll.

Die EnEV stellt energetische Anforderungen an Gebäude, die es zu erfüllen gilt. 


Weitere Fenstertypen, die von der DIN EN ISO 10077 berücksichtigt werden, sind:

Es ist dabei zu beachten, dass durch die Abschlüsse – oft in Form von Rollladen – ein Hohlraum entsteht, der ebenfalls mit in die Berechnung einbezogen werden muss.

Die genaue Bestimmung der Werte für solche Hohlräume wird im zweiten Teil der DIN EN ISO 10077 geregelt.

Ebenso berücksichtigt werden muss der Wärmedurchlasswiderstand von Luftschichten zwischen mehreren Scheiben sowie der U-Wert von Verbundverglasung.

  • Verbundfenster
  • Kastenfenster
  • Fenster mit geschlossenen Abschlüssen

Berechnung für Türen

Auch Türen bestehen aus unterschiedlichen Materialien und häufig aus mehreren Elementen mit unterschiedlichen Wärmedurchgangskoeffizienten. Die DIN EN ISO 10077 unterscheidet zwischen den folgenden Türen:

  1. Vollverglast
  2. Modell mit Glasfüllung und opaken Füllungen
  3. Türblätter ohne Glas

Ähnlich wie Fenster sind auch Türen aus den Werkstoffen Holz, Aluminium und Kunststoff – meist noch aus Stahl – erhältlich.

All diese Werkstoffe verfügen über unterschiedliches wärmetechnisches Verhalten, was in der Berechnung nach DIN EN ISO 10077 berücksichtigt werden muss. Auch Profile zählen hierbei zu den wichtigen Variablen, die einen großen Unterschied im Ergebnis ausmachen können.

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