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Prüfverfahren zur Schlagregendichtheit von Fenstern/ Türen

Zur Überprüfung der Schlagregendichtheit von Fenstern und Türen legt die Norm DIN EN 1027 ein vereinheitlichtes Verfahren fest. Schlagregen entsteht durch die Kombination von Regen und starkem Wind.

Dabei wird das Wasser gegen die exponiert liegenden Bauteile gedrückt und kann bei ungenügender Dichtheit ins Innere eindringen. Die Klassifizierung und genauen Anforderungen bezüglich der Dichtheit von Fenstern und Türen gegen Schlagregen werden in der europäischen Norm DIN EN 12208 geregelt.

Die außenliegenden Bauteile müssen dabei verschiedenen Windlasten in Verbindung mit Wasser standhalten.


Wie wird das Prüfverfahren durchgeführt?

Um das Verfahren gemäß der europäischen Norm 1027 ordnungsgemäß durchführen zu können, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein. So findet die gesamte Prüfung bspw. in einer nach einer Seite offenen Kammer statt, in der das Fenster bzw. die Tür – offiziell als Prüfkörper bezeichnet – fest montiert wird. Daneben sind nach DIN EN 1027 noch eine Reihe anderer Anforderungen zu erfüllen, so z. B.:

  • Messvorrichtung, welche die zugeführte Wassermenge auf bis zu 10 % Genauigkeit wiedergibt
  • Sprühsystem, das die gesamte Oberfläche des Prüfkörpers gleichmäßig benetzt
  • Messvorrichtung, die den aufgebrachten Druck auf bis zu 5 % Genauigkeit wiedergibt
  • Vorrichtung, die das Aufbringen eines kontrollierten Drucks sowie schnelle Druckänderungen ermöglicht

Die Ausrichtung sowie die Leistung der genannten Instrumente ist natürlich ein weiterer wesentlicher Faktor, der bei der Prüfung der Fenster- und Türmodelle auf ihre Schlagregendichtheit beachtet werden muss. Auch diese sind ausführlich in der DIN EN 1027 genannt und führen somit zu einem einheitlichen Vorgehen, das es ermöglicht, allgemein klassifizierbare Aussagen über die Prüfobjekte zu treffen.

Die Prüfung der Bauteile auf Ihre Dichtheit erfolgt im Hinblick auf zwei Einbauverfahren, die sich wie folgt erklären:

Einbauverfahren Bedeutung
Verfahren A – ohne baulichen Schutz Fenster- und Türelemente erfahren keinen Schutz durch evtl. Vorbauten und sind somit der Witterung ausgeliefert.
Verfahren B – mit baulichem Schutz Fenster- und Türelemente werden durch Vorbauten, tiefliegende Laibungen oder Balkone vor der Witterung geschützt.

Während des Prüfverfahrens nach DIN EN 1027 werden Fenster und Türen verschiedenen Druckbelastungen in Verbindung mit Nässe ausgesetzt.

Der Druck kann gegebenenfalls auch schnell verändert werden. Die einzelnen Abstufungen orientieren sich dabei an den neun bekannten Windlast-Stufen.

Dies führt dazu, dass die Prüfobjekte innerhalb einer in der Norm vorgegebenen Zeit einem Druck zwischen 0 und 600 Pascal (Pa) standhalten müssen, ohne dass Feuchtigkeit in ihre Dichtungen eindringt.


Wem nutzen Prüfungen gemäß DIN EN 1027 und wer führt sie durch?

Neben dem Bauwesen ist auch der Kunde auf eine genau verfolgbare Einteilung von Bauelementen in Klassen und Merkmale angewiesen. Die Schlagregendichtheit ist dabei nur ein Beispiel, das in diesem Fall durch die Regelungen der DIN EN 1027 (das Prüfverfahren) sowie 12208 (die Klassifizierung) behandelt wird. Neben anderen findet man auch Bestimmungen zur Luftdurchlässigkeit, dem wärmetechnischen Verhalten sowie zum Schallschutz.

Für die Prüfung sind zunächst die Hersteller verantwortlich. Diese bedienen sich im Allgemeinen zertifizierter Prüfinstitute, die im Anschluss auch dem Gütesiegel ähnliche Bewertungen vergeben. Die Schlagregendichtheit von Fenstern und Türen nach DIN EN 1027 wird unter anderem im Fraunhofer Institut sowie im ift Rosenheim geprüft.

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