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Die Nebeneingangstür selbst einstellen

Lästiges Schleifen am Boden, Wackeln der Eingangstür an den Bändern in geschlossenem Zustand, oder ein unangenehmer Zug: Eine falsch sitzende Nebeneingangstür sollte man schnell richtig einstellen, um ihre Wärmedämmung und Funktionalität zu erhalten. Damit nicht extra ein Handwerker gerufen werden muss, bietet es sich an, die Nebeneingangstür selbst einzustellen.

Moderne Türbänder (Scharniere) sind so konstruiert, dass Sie mit wenig Werkzeug sowie einer kurzen Anleitung schnell und einfach den richtigen Anpressdruck, die richtige Höhe und die richtige Tiefe einstellen können.

Werkzeugliste

  • Inbusschlüssel
  • Schraubenzieher
  • Maßband
  • Wasserwaage
  • Arbeitsleiter oder Tritt

1. Das Einstellen der Nebeneingangstür

Damit das Einstellen der Eingangstür ohne Verletzungen oder Materialverlust abläuft, ist die Wahl des richtigen Werkzeugs wichtig: Dazu brauchen Sie meistens weder viele, noch neue Werkzeuge. Die zum Einstellen der Nebeneingangstür verbauten Schrauben haben meist eine gängige Größe. Eine Anschaffung von Schraubenziehern und Inbusschlüsseln in extra Größen ist daher nicht notwendig.

Bevor Sie die Eingangstür neu einstellen, sollten Sie sich ein Bild über das Problem machen. Diese Schwierigkeiten treten häufig auf:

Auftretendes Problem Zuständige Stellschraube
Türblatt schleift am Fußboden Vertikal-Einstellschraube
Wackeln des Türblatts im Blendrahmen (bei geschlossener Tür) Stellschrauben am Schließblech
Türflügel fällt nicht richtig ins Schloss (Tür muss übermäßig stark zugedrückt werden,
um ins Schloss zu fallen, oder klemmt)
Horizontal-Stellschraube
Tür schließt nicht richtig, da der Türflügel über das Profil hinausschaut Horizontal-Stellschraube
Im Innenraum ist ein Zug zu spüren Alle Einstellungen Prüfen

Das Ermitteln des Problems hilft dabei, die Nebeneingangstür schnell und unkompliziert richtig einstellen zu können. Da die Einstellschrauben von Türband zu Türband unterschiedlich sein können, ist es ratsam, die Anleitung der Nebeneingangstür griffbereit zu haben und sich vor Augen zu halten, welche Schraube für welche Einstellung vorgesehen ist.

a) Die richtige Höhe des Türblattes

Eine in der Höhe falsch eingestellte Nebeneingangstür kann Ursprung zweier oben genannter Probleme sein. Sind Nebeneingangstüren zu hoch eingestellt, können die Wärmedämmeigenschaften negativ beeinflusst werden, da warme Luft unter dem Türflügel entweichen kann.

Gerade bei modernen Türsystemen, die zusätzlich mit einer Bodenschiene ausgestattet sind, ist ein korrekter Sitz notwendig, um den angegebenen U-Wert der Nebeneingangstür erreichen zu können. Eine zu tief eingestellte Tür kann Schäden am Material des Bodens und der Nebeneingangstür selbst hervorrufen. So funktioniert das Einstellen:

  • Abdeckungen der vorhandenen Türbänder entfernen (Klemmschraube aus dem Gehäuse der Türbänder drehen)
  • Vertikal wird die Tür an der Vertikalschraube, meist die unten am Band angebrachte Schraube, verstellt
  • Zum Anheben muss die Schraube im Uhrzeigersinn gedreht werden
  • Zum Absenken gegen den Uhrzeigersinn
  • Es sollte immer mit dem unteren Band begonnen werden
  • Ist das untere Band richtig eingestellt, wird das obere Band so justiert, dass sich das Gewicht des Türflügels auf beide Bänder gleichmäßig verteilt (Abb. 1)

Oft kann ein Schleifen des Türflügels damit zusammenhängen, dass sich der Boden unterhalb des Türflügels gesetzt oder gehoben hat. Dies kann überprüft werden, indem die Wasserwaage am Boden abgelegt, der Verlauf des Türflügels mit der Waage nachgeahmt und dabei auf einen eventuellen Ausschlag geachtet wird.

b) Kratzen und Schlagen des Türflügels am Blendrahmen – vertikales Einstellen der Tür

Sollte Ihre Nebeneingangstür nur schwer ins Schloss fallen oder stellen Sie einen Zug an der Schließseite fest, muss die vertikale Einstellung nachjustiert werden (Abb. 2). Dies gelingt durch Drehung der Vertikalstellschraube. Zunächst sollte geprüft werden, ob der Türflügel auf der ganzen Breite verstellt ist oder am oberen bzw. unteren Ende hakt.

Ist der Türflügel auf der kompletten Seite gleichmäßig falsch eingestellt, ist es ratsam, sich die Umdrehungen zu merken, die man an einem Band vorgenommen hat, um dieselbe Umdrehung am anderen Band einstellen zu können.

Welche Schraube für das vertikale Einstellen zuständig ist, entnehmen Sie bitte der spezifischen Anleitung Ihrer Nebeneingangstür.

c) Unnötiger Druck zum Schließen der Tür notwendig – den Anpressdruck einstellen

Ob der Anpressdruck einer Nebeneingangstür richtig eingestellt ist, merkt man am Sitz des Türflügels in geschlossenem Zustand. Wackelt der Flügel, während er im Schloss sitzt, oder schnappt der Riegel der Tür nur unter Druck ins Schloss, sollte man den Anpressdruck einstellen (Abb. 3). Auch hierfür gibt es an jedem Band eine spezielle Schraube – wo sich diese befindet, entnehmen Sie bitte der Türanleitung. Muss beim Schließen der Tür unnötig viel Kraft aufgewendet werden, ist der Anpressdruck der Nebeneingangstür zu hoch. Wackelt die Tür, ist er zu gering eingestellt.

Auch beim vertikalen Einstellen von Nebeneingangstüren sollte, um einen gleichmäßigen Sitz des Türflügels zu gewährleisten, auf die vorgenommenen Einstellungen geachtet werden. Oft befinden sich Markierungen an den Schrauben, um den Winkel der ausgeführten Umdrehungen nachverfolgen zu können.


Ein zu geringer Anpressdruck beeinflusst die Wärmedämmung des Türsystems negativ, ein zu hoher Druck schadet den betroffenen Materialien und sorgt für zu starke Abnutzung.


d) Das Einstellen des Schließblechs

Ein Wackeln der Nebeneingangstür in geschlossenem Zustand kann auch auf eine falsche Justierung des Schließmechanismus hinweisen und sollte, um die Wärmedämmeigenschaften der Nebeneingangstür zu erhalten, behoben werden. Das Einstellen des Schließblechs funktioniert über zwei Einstellschrauben ober- und unterhalb des Verschlussblechs. Beim Drehen der Schraube in Richtung der Türöffnung wird der Flügel enger in das Schloss gezogen. Beim Drehen in Richtung Innenraum bekommt der Schließmechanismus mehr Spiel.


Nach dem Einstellen sollte an der Vertikal- und Horizontalachse der Sitz des Türflügels mit der Wasserwaage überprüft werden.


2. Materialschonend und ideal wärmedämmend – die perfekt justierte Tür

Eine moderne Nebeneingangstür kann die gewünschte Funktion nur dann erfüllen, wenn alle Teile des Systems ideal angepasst sind. Ein perfekter Sitz des Türflügels ist also unabdingbar, um den vorgesehenen Einbruch- und Wärmeschutz gewährleisten zu können. Auch das Material erfährt bei falschem Sitz übermäßige Beanspruchung und muss somit früher gewechselt werden.

Eine Kontrolle und ein erneutes Einstellen der Eingangstür kann also Geld sparen, denn auch ein teurer Handwerker ist im Normalfall nicht nötig. Mit einer Anleitung und gängigem Werkzeug geht das Einstellen leicht von der Hand und kann ohne Weiteres auch von Laien vorgenommen werden.

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