Wärmeschutzverglasung & 3-Scheiben-Isolierverglasung

Wärmeschutzverglasung

Fenster mit geringem U-Wert sparen Energie ein: Es ist längst bekannt, dass wir uns, bedingt durch den enormen CO2- und Treibhausgasausstoß, mitten in einem Klimawandel befinden, der das Wetter auf der ganzen Welt verändert.

Zwar liegen infrastrukturelle Maßnahmen gegen diese Entwicklung außerhalb des Einflussbereichs der meisten Privatpersonen, doch jetzt können auch Sie selbst einen Beitrag zum aktiven Umweltschutz leisten: Die Preise für eine moderne Wärmeschutzverglasung sinken mehr und mehr: Dabei vermindert diese die verbrauchte Energie, schont die Umwelt – und zahlt sich langfristig aus.


Weiterführende Informationen

Nutzen für Umwelt und Portemonnaie

Der Einbau von Wärmeschutzglas zahlt sich für jeden Hausbesitzer gleich doppelt aus.
Neben der Wärmedämmung für Hauswände und speziellen Türen für weniger Durchzug sind Fenster aus Isolierglas heute zum Standard bei Renovierungen von Altbestand und zu beliebten Elementen bei Neubauten geworden.

Die Scheiben senken den Wärmeverlust signifikant und bieten damit einen Wärmeschutz, der einen Segen für Umwelt und Natur darstellt. Der zusätzliche Wärmeschutz macht sich aber auch beim Energieverbrauch und bei den Heizkosten – und damit direkt im eigenen Geldbeutel bemerkbar.

Egal, ob Kamin, Gasofen oder Fernwärmeheizung, sie alle verbrennen Rohstoffe, um in den eigenen vier Wänden ein angenehmes Raumklima zu erzeugen.

Der zusätzliche Wärmeschutz macht es möglich, weniger stark zu heizen; der Verbrauch und die Nebenkosten können dadurch deutlich gesenkt werden. 

Auch wenn Einbau und Anschaffung nicht gerade billig sind, die Investition in eine Wärmeschutzverglasung wird sich bereits nach wenigen Monaten bezahlt machen.

Wärmefunktionsschicht


Was sind eigentlich G- und U-Werte oder Wärmestrahlung?

Der Kauf einer Wärmeschutzverglasung ist auch für Privatpersonen mittlerweile sehr einfach. Für die Messung der Isolierglasstärke gibt es zwei große Werte, die man kennen sollte: Der Ug-Faktor („g“ abgeleitet vom englischen „glazing“) bezeichnet den Dämmwert von Wärmeschutzglas, also jenen Richtwert, der die wärmedämmenden Eigenschaften von Glas ausdrückt. Zusammen mit Uf für den Rahmen bildet er den Uw-Wert, der die Energieeffizienz des gesamten Fensters beschreibt.

Der Ug wird in Watt / Quadratmeter*Kelvin angegeben und ist im Vergleich zu dem früher gebräuchlichen K-Wert immer um 0,1 W/(m²K) höher. Der G-Wert bezeichnet den Energiedurchlassgrad, also jenen Betrag an Energie, der die Wärmeschutzverglasung innerhalb eines bestimmten Zeitraums von außen nach innen durchläuft. Hier fließt nicht nur die Wärmestrahlung aus der Umwelt mit ein, sondern auch andere Strahlungsarten, wie sichtbares Licht.

Das Verhältnis der beiden Wärmeschutz-Werte schwankt zwischen den Jahreszeiten:

Während im Winter der G-Betrag am Fenster durch das wenige Tageslicht und die geringe äußere Wärmestrahlung niedriger ist als der Ug-Faktor (es kommt also zum Wärmeverlust), verhält sich die Situation im Sommer genau umgekehrt.

Wärmeschutzverglasung


Die Höhe der einzelnen Werte hängt von der Konstruktion der Scheiben ab: Sind viele Schichten aus Glas in der Wärmeschutzverglasung verbaut, ergibt sich ein niedriger U glazing-, aber gleichzeitig ein niedriger G-Wert. Sind die Fenster einfacher, sind G- und Ug-Wert beide hoch.


Folgende Werte und Spezifikationen für Fenster und Verglasung sind heute der branchenweite Standard für Wärmeschutzverglasung

Ug in W/(m2K) ehemaliger K-Wert in W/(m2K) Scheibenanzahl Schichtendicke in mm
1,1 1,0 2 4/16/4
1,0 0,9 2 4/16/4
0,7 0,6 3 4/12/4/12/4
0,6 0,5 3 4/12/4/12/4

Die Werte beschreiben Ausführungen vom Standard-Modell bis hin zu hochwärmedämmenden Konstruktionen.

Ug = 1,1

Fenster mit einem U-Wert von 1,1 bilden heute den Standardbereich. Der Aufbau aus zwei 4 mm dicken Scheiben aus Glas und einem 16 mm großen Scheibenzwischenraum (SZR) sorgt für ein geringes Fenstergewicht und erfüllt alle derzeitigen Anforderungen.

Ug = 1,0

Der Ug-Betrag von 1,0 liegt auf einem ähnlichen Niveau. Alle Wärmeschutz-Fenster der Kategorie bieten weitestgehend die gleichen Eigenschaften und unterscheiden sich entweder durch die Gasfüllung oder den Randverbund.

Ug = 0,7

Ab einem U-Wert von 0,7 entsprechen Fenster dem Passivhausstandard für Wärmeschutz. Sie zeichnen sich durch drei 4 mm dicke Scheiben aus Glas und einen SZR von nur 12 mm aus.

Ug = 0,6

Fenster mit 0,6 W/(m²K) sind die aktuellen Topmodelle in Sachen Wärmedämmung. Der gesamte U-Wert (Uw) jeder Wärmeschutzverglasung kann durch die Verwendung einer sogenannten "warmen Kante", eines thermisch getrennten Randverbunds mit Edelstahlzwischenrahmen sogar noch um weitere 0,1 W/(m²K) gesenkt werden.

Weitere Faktoren, welche die Höhe der U-Werte bestimmen

Glas-Varianten, Wärmeschutz-Schichten und Glas-Beschichtung

Individuelle Typen der Wärmeschutzverglasung unterscheiden sich in vielen Eigenschaften, vor allem jedoch durch die verwendeten Isolierglas-Schichten. Heute sind drei Scheiben mit jeweils 4 mm dickem Glas üblich.

Diese Schichten erhöhen den Wärmeschutz und die Energieeffizienz. Weil das aber noch nicht reichen würde, um die aktuellen Zielwerte einzuhalten, sind die Schichten an der zum Raum gewandten Seite mit einer aufgedampften Metall-Beschichtung versehen.

Diese reflektiert die Wärmestrahlung aus dem Hausinneren und reduziert den Verlust bzw. die Ausstrahlung nach außen.

Die Sicht ist durch die Beschichtung der Wärmeschutzverglasung nicht beeinflusst. Ein Unterschied ist, wenn überhaupt, nur im direkten Vergleich mit unbehandelten Scheiben aus Glas bemerkbar.


Rahmen, Glas und Randverbund

Im Gegensatz zu konventionellen Fenstern bilden bei der Wärmeschutzverglasung die Scheiben noch keine feste Einheit mit dem Flügelrahmen. Der flexible Aufbau ermöglicht es, die Wärmeschutzverglasung in einem beliebigen Rahmen aus Holz oder modernem Alu einzufassen. Man sollte stets beachten, dass zwischen Wärmeschutzverglasung und Rahmen immer ein ca. 5 mm großer Spalt, die sogenannte Glasluft, bestehen sollte, der dabei hilft, weitere Energie zu sparen.

Statt eines klassischen Rahmens werden die einzelnen Layer der Wärmeschutzverglasung durch einen Randverbund fixiert, der zur Stabilität und Dichtung der ganzen Konstruktion beiträgt.

Das Gasgemisch, das sich zwischen den Glasscheiben befindet, kann durch den Verbund nicht entweichen und verhindert, dass Feuchtigkeit von außen zwischen die Scheiben kommt und so die Sicht eintrübt.


Welche Gasfüllung bietet den richtigen Wärmeschutz?

Wie bereits erwähnt, verwendet jede Wärmeschutzverglasung eine Gasfüllung für optimale Isolation. Während früher noch normale, getrocknete Luft im Scheibenzwischenraum üblich war, werden heute nur noch spezielle Gasgemische verwendet. Argon ist heute der Standard, da es billig ist und den Verlust an Energie um 10 % reduziert.

Daneben wird auch das teurere Krypton in der Wärmeschutzverglasung verwendet, dank dessen der Abstand vom Scheibenzwischenraum weiter reduziert werden kann; ein Vorteil vor allem bei drei oder mehr Glasschichten.

Langlebigkeit der Wärmeschutzverglasung

Die Lebensdauer von Isolierglas hängt von mehreren Faktoren, u. a. den klimatischen Belastungen durch die Außenwelt, ab und kann deswegen nur grob angegeben werden. Üblicherweise hält eine Wärmeschutzverglasung ca. 30 Jahre, bevor sich Ermüdungserscheinungen bemerkbar machen. Mit den Jahren kann Gas aus dem Randverbund entweichen und Feuchtigkeit ins Fenster eindringen, die sich als Kondensat an den Glasscheiben niederschlägt.

Zwar kann das durch ein Trocknungsmittel in den Zwischenräumen zu einem gewissen Grad verhindert werden, dennoch sollte man die Wärmeschutzverglasung spätestens bei sichtbaren Schäden austauschen, da ein zuverlässiger Wärmeschutz dann nicht mehr gegeben ist.

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