Brandschutzverglasung – Für Schutz und Sicherheit

Brandschutzverglasung

Brandschutz ist ein wichtiger Faktor, der sowohl in Privathaushalten, öffentlichen Gebäude als auch in Industrieanlagen stets beachtet werden muss.

Herkömmliche Glasscheiben werden dabei schnell zum Risiko, da die Scheibe aufgrund der Temperaturunterschiede zwischen Glas und Rahmen hohen Spannungen unterliegt, die im Brandfall häufig zu zerberstenden Fensterscheiben führen.
  
Insbesondere in Gebäuden mit leicht entzündbaren Stoffen ist daher eine verlässliche Brandschutzverglasung nötig. Diese hemmt neben dem Feuer und der gefährlichen Rauchentwicklung auch extreme Hitze.


Das System der Brandschutzverglasung

Neben Feuer und Rauch hemmt Brandschutzverglasung auch die Wärmeübertragung. So wird verhindert, dass sich ein Feuer über weitere Zimmer ausbreitet, obgleich der trennende Baustoff selbst nicht brennbar ist. Dies mindert effektiv die Selbstentzündungsgefahr von Geräten und Chemikalien in benachbarten Räumen und dient zur Unterteilung der Brandschutzverglasung und die Gruppen F und G. 

  • Brandschutzverglasungen der Feuerwiderstandsklasse F, welche sowohl Feuer, Rauch und Hitze widerstehen und zurückhalten. Verglasungen der Klasse F werden darum vor allem in Laboren, bei Fluren, Korridoren und Treppenhäusern eingesetzt, die als Fluchtwege dienen.
  • Brandschutzverglasungen der Feuerwiderstandsklasse G, welche sowohl Feuer und Rauch zurückhalten, aber den Durchtritt von Wärme hindern jedoch nicht völlig unterbinden. Verglasungen der Klasse G werden häufig bei Oberlichtern und an Orten eingesetzt, wo keine Bedenken bezüglich der Wärmeentwicklung bestehen.

Sicherheit und Qualität dank staatlicher Zulassung

Eine Brandschutzverglasung in Deutschland unterliegt staatlichen Zulassungen, welche die Qualität und Klasse des Glases festlegen. Geprüftes Brandschutzglas ist daher nur bei Herstellern verfügbar, deren Verglasungen die Vorlagen der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung des Deutschen Instituts für Bauforschung (DIBT-Berlin) erfüllen.

    Die Feuerwiderstandsklasse einer Brandschutzverglasungen gibt dabei an, wie viele Minuten die Verglasung den Belastungen im Brandfall standhalten kann. (15, 30, 60, 120 und 360 Minuten).

    Eine Brandschutzverglasung der Klasse F30 hält somit 30 Minuten lang Feuer und Wärmestrahlung zurück, während Glas der Klasse G60 genau 60 Minuten direktem Feuerkontakt widersteht, die Ausbreitung von Wärme aber nicht verhindern kann.

    Die Beständigkeit gegenüber Feuer und Wärme der Verglasung ist dabei von Art und Dicke des Glases abhängig, sodass für ein entsprechendes Brandschutzglas auch bauliche Voraussetzungen nötig sind, um die Verglasung optimal unterstützen zu können.

    Wohnhaus mit Brandschutzverglasung

    So ist die beste Brandschutzverglasung nutzlos, wenn das stützende Mauerwerk für das Glas zu schwach ist oder nur wenig Isolierung im Brandfall bietet. Daher müssen Wand und Verglasung die gleiche Feuerwiderstandsdauer aufweisen.


    Passende Erweiterungen

    Eine Brandschutzverglasung dient vor allem als Sichtfenster für eine feuerhemmende Wand, kann aber auch speziell erweitert werden, um zusätzliche Aufgaben zu erfüllen. So werden neben Brandschutzverglasungen der Klasse F und G auch Verglasungen angeboten, die folgende zusätzliche Anforderungen erfüllen:

    • integrierter Sonnen- oder Schallschutz
    • durchschusshemmend mit entsprechender Beschussprüfung
    • sprengungshemmend mit entsprechendem Explosionsschutz
    • alarmgeschützt
    • selbstreinigend
    • mit Ornamentverzierungen

    Feuerlöscher und Alarmknopf


    Glas und Material

    Das Glas einer Brandschutzverglasung muss besondere Eigenschaften aufweisen, um bei starker Erwärmung weder zu zerspringen, noch diese Wärme in andere Räume gelangen zu lassen. Dabei muss Rücksicht auf die Besonderheiten des verwendeten Glases genommen werden.

    So erlaubt Borosilikatglas G30-G120 auch bei steigenden Temperaturen eine gute Durchsicht, was im Ernstfall zur Lebensrettung beitragen kann.

    Verglasungen der Klasse F30-F120 besitzen dagegen häufig eine salzartige Hydrogelschicht im Scheibenzwischenraum, die im Brandfall durch den Verdampfungsprozess eine hitzedämmende, undurchsichtige Gelschicht bildet.

    Verglasung für Brandschutzfenster

    Die richtige Verglasung sollte also stets nach Einsatzort und -zweck gewählt werden, um im Brandfall gleichermaßen Schutz wie Rettungsmaßnamen zu ermöglichen.

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