Beschichtetes Glas

Beschichtetes Glas

Um Wetterauswirkungen gering zu halten und modernen, energetischen Wohnansprüchen gerecht zu werden, verwendet man heutzutage beschichtetes Glas, eine Form von Flachglas, das eine allzu starke Luftaufheizung durch das Abschwächen der Sonneneinstrahlung verhindert.

Ältere Fenster ließen bei kühlen Außentemperaturen noch ungehindert Kälte ins Innere, während im Sommer der Treibhauseffekt unerträgliche Schwüle bereitete. Die Ursache für dieses Problem ist die Transparenz von unbeschichtetem Glas im Infrarotbereich, was durch beschichtete Fenster nun allerdings verhindert werden kann.


Wirkungsweise

Beschichtetes Glas sorgt für eine Reflexion der Sonnenstrahlen nach außen, sowie der Wärmestrahlung nach innen. Zu unterscheiden sind dabei verschiedene Beschichtungsformen. So gibt es unterschiedliche Arten von Isolierglas, Schallschutzglas, Sicherheitsglas oder auch eine Kombination aus beidem.

Sonnenschutzgläser gehören ebenfalls zu den unterscheidbaren Arten. Jede Art hat einen praktischen Nutzen. Wird Sonnenschutzglas auf der Wetterseite installiert, kann beispielsweise mehr Licht reflektiert werden.

Beschichtetes Glas - Wirkungsweise

Rohstoffe, die zur Beschichtung verwendet werden

Das verwendete Beschichtungsmaterial kann je nach Herstellungs- und Produktart variieren. Oftmals wird eine Edelmetallschicht aufgetragen. Verwendete Metalle können hierbei Silber und Kupfer sein.

Gold hingegen, wird aufgrund seiner Kostenintensivität kaum noch gebraucht. Die Edelmetallschicht trägt man zwischen einer Haftschicht und einer Schutzschicht auf. Diese beiden Schichten bestehen zumeist aus Wismut Oxid, Zinnoxid oder Titanoxid.


Produktion

Zur Herstellung von beschichtetem Glas existieren verschiedene Verfahren. Im Folgenden wird das Kathodenstrahlverfahren erläutert. Die gelieferten Gläser werden anfangs gründlich in einer Betriebswaschmaschine gereinigt, damit der Beschichtungsvorgang reibungslos verlaufen kann.

Zu diesem Zweck kommt reines, entkalktes Süßwasser zum Einsatz, welches vorher aufbereitet wurde. Um sicherzustellen, dass das Glas auch tatsächlich gründlich gereinigt wird, erfolgen mindestens zwei Reinigungsdurchgänge.

Nach der Grundreinigung wird das Glas in verschiedenen Stationen beschichtet. Mittels Kathodenzerstäubern trägt man die einzelnen Schichten dabei auf einer sogenannten Vakuumstraße auf das Glas auf. Physikalisch gesehen, werden freie Elektronen in ein elektrisches Feld überführt und beschleunigt.

Aufgrund der hohen Geschwindigkeit der freien Elektronen, treffen diese nun auf ein Gasmolekül, welches folge dessen positiv geladen ist. Das Gasmolekül wiederum, trifft auf die negativ geladene Kathode, die das Beschichtungsmaterial enthält, auf. Dieser Vorgang wiederholt sich unzählbar oft.

Im Endresultat entsteht die nötige Beschichtung. Die Schichten befinden sich am Ende des Herstellungsprozesses in der Regel im Scheibenzwischenraum. Das Glas wird nun mit Hilfe einer Spezialbeleuchtung kontrolliert. Selbst geringste Unstimmigkeiten können auf diese Weise visuell sichtbar gemacht werden.

Auch das Reflexionsspektrum kann man damit analysieren. Zur Ermittlung der Funktionalität des Wärmeschutzes, vermisst man die Dicke der aufgetragenen Silberschicht. Schließlich erfolgt die Abstapelung.

Anwendungsbereiche

Beschichtetes Glas findet sehr oft an modernen Glasfassaden Verwendung. Dort fungiert es als Fassadenelement. Hilfreich ist Sonnenschutzglas besonders dann, wenn man einen freien Blick nach außen erhalten möchte. Auch, wenn es aus denkmalschutztechnischen Gründen nicht möglich ist, einen außenanliegenden Sonnenschutz zu installieren, ist beschichtetes Glas eine wirksame Alternative. Sind die Kosten für einen Außensonnenschutz zu hoch, ist die Anschaffung von beschichtetem Glas ebenfalls empfehlenswert.

Beschichtetes Glas

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