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Absturzsichernde Verglasung (TRAV)

Die TRAV beschreibt die Technischen Regeln für die Verwendung von absturzsichernden Verglasungen und wird festgelegt und herausgegeben vom DIBt (Deutsches Institut für Bautechnik). Diese beinhalten die Anforderungen zu den konstruktiven Randbedingungen für den Einbau von Glasaufbauten mit nachgewiesener Stoßsicherheit.

Im Fensterbau findet die TRAV ihre hauptsächliche Anwendung in festverglasten Unterlichtern, sofern Absturzgefahr besteht, und in Treppenhausfenstern. TRAV ist eine Kombination aus ESG (Einscheiben-Sicherheits-Glas) und VSG (Verbund-Sicherheits-Glas). Fensterversand.com bietet eine große Auswahl an vielen Varianten für absturzsichernde Verglasung.


Einsatzgebiete und Vorschriften für absturzsichernde Verglasung

Die Landesbauordnung und die Unfallverhütungsvorschriften der Unfallversicherer schreiben vor, dass absturzsichernde Bauteile erforderlich werden, wenn ein Höhenunterschied von 1 m bis zu 12 m zwischen den Verkehrsflächen besteht. Die Höhe für die absturzsichernde Verglasung, der Brüstungen und Umwehrungen muss dann mindestens 90 cm betragen.

Bei einer möglichen Absturzhöhe von mehr als 12 m gelten 110 cm Höhe der Brüstung als Mindestanforderung. Diese Anforderungen sind als verbindlich zusammengefasst. Für Aufzugschächte gelten indes häufig zusätzliche Regelungen, die es zu befolgen gilt.

Bauelemente, die Menschen vor dem Herabstürzen schützen sollen, sind meist:

  • Treppengeländer

Treppenaufgang mit absturzsicherer Verglasung

  • Umwehrungen
  • raumhohe Wandverglasungen
  • Brüstungselemente
  • Aufzugsverglasungen

Klassifizierungen für absturzsichernde Verglasung

Diese Sicherheitsmaßnahme wird in drei unterschiedliche Kategorien unterteilt, welche die an die Verglasung gestellten Anforderungen beschreiben.

Durch die Regelausführung entsprechend der Konstruktionsprinzipien der Gebäude wird den unterschiedlichen Anforderungen an das Glas Rechnung getragen.

Unterschieden wird dabei in folgende Klassen:

Treppenaufgang mit absturzsicherer Verglasung

Klasse A:

Hier wird die absturzsichernde Funktion ausschließlich über die Verglasung gewährleistet, z. B. für absturzsichernde, raumhohe Einfach- oder Isolierverglasung.

Bei der Einfachverglasung als innere Scheibe oder als äußere Scheibe bei Isolierglas ist die Verwendung von Verbundsicherheitsglas (VSG) vorgeschrieben.

Hierbei darf sich die Dicke der unterschiedlichen Glas-Scheiben nicht mehr als im Faktor 1,5 unterscheiden.

Zudem ist auf eine ausreichende Dimensionierung der Scheiben zu achten, die den sicheren Halt für absturzsichernde Verglasung gewährleisten.


Klasse B:

Hierbei handelt es sich um eine eingespannte Einfachverglasung. Diese stellt die Funktionsfähigkeit für die absturzsichernde Verglasung sicher.

Zusätzlich ist ein durchgängiger Handlauf vorgeschrieben, der die einzelnen Brüstungselemente miteinander verbindet.

Bei Ausfall eines Elements muss der Handlauf die Tragfähigkeit nachweislich auf die Nachbarscheiben übertragen.

Auch der Handlauf selbst muss aus statischer Sicht so konstruiert und dimensioniert sein, dass der Wegfall eines Brüstungselements ausgeglichen wird.


Klasse C:

Die Gläser werden hier nicht als planmäßig tragende Ausfachungen verwendet. Bei einfachverglasten Ausführungen von Brüstungen und Geländern muss ein von den Bauteilen unabhängiger Handlauf vorhanden sein (Kategorie C1).

Bei raumhoher Einfach- oder Isolierverglasung ist ein Querriegel, der das Glas unterbricht (Kategorie C2), oder ein vorgesetzter Holm, der zur Abtragung der Holmlast dient (Kategorie C3), vorgeschrieben.

Bei einer Einfachverglasung für absturzsichernde Verglasung ist nur Verbundsicherheitsglas (VSG) zulässig.

Für Isoliergläser müssen die Außenscheibe und die Innenscheibe eine Kombination aus ESG und VSG nach den Technischen Regeln für die Verwendung von absturzsicherndem Glas ergeben.

Ausreichender Widerstand für umfassenden Schutz

Im Falle eines Aufpralles von Personen oder Gegenständen muss unbedingt die Standsicherheit der absturzsichernden Verglasung erhalten bleiben und darf unter keinen Umständen durchstoßen oder durchbrochen werden.

Außerdem dürfen keine Personen durch herabfallende Bruchstücke, die bei einem Unfall oder auch Erdbeben entstehen können, ernsthaft verletzt werden.

Die verwendete Glasart muss einen ausreichenden Widerstand aufweisen, um einem Aufprall zu widerstehen oder im Falle eines Bruchs genügend Resttragfähigkeit besitzen, um auch Splitterbildung zu vermeiden.

Verglasung mit Klarglas an Terrasse

Es ist darauf zu achten, dass immer ein Nachweis der statischen Tragfähigkeit und Tragfähigkeit bei Stoßeinwirkung durch Personenanprall zu führen ist.

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