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Der Extruder bringt Kunststofffenster in Form

Der Extruder bezeichnet eine Schneckenpresse, die geschmolzene Rohkunststoffe gleichmäßig aus einer Öffnung herauspresst. Dieses Verfahren (Extrusion) erfolgt unter permanent hohem Druck und hoher Temperatur.

Dabei durchläuft der Extruder grundsätzlich zwei Phasen: Eine als Verarbeitungs- und eine als Aufbereitungsextruder. Während Verarbeitungsextruder überwiegend nur der Form dienen, sorgen Aufbereitungsextruder für die chemische und physikalische Modifizierung von Stoffen.

Man unterscheidet verschiedene Extrudermodelle je nach Anzahl der Wellen.


Einsatzbereiche

Der Extruder wurde bereits vor 1900 erst für die Kautschukindustrie entdeckt. Kurze Zeit später interessierte sich auch die Lebensmittelindustrie für dieses Gerät. Durch den Erfolg in der Kunststoffindustrie in der Mitte des letzten Jahrhunderts hat er sich in der Verfahrenstechnik letztendlich als wichtiges Gerät bei der Produktion von Kunststoffartikeln bewährt.

So spielt der Extruder auch in der Fensterherstellung eine wichtige Rolle. In folgende Bereichen wird ein Extruder zur Herstellung benötigt:

  • Kunststoffe, Pulverlack, Rohre, Stäbe, Schläuche, Folie
  • Autoreifen, bei einigen Autoteilen wie Innentürverkleidung, Scheibenwischer
  • Tür- und Fensterdichtungen
  • Lebensmittel: Kaugummi, Kaubonbons, Nudel, Karamell, Brot
  • Tiernahrung

Kunststoffgranulat für Extruder


Fensterprofile aus Kunststoff

Durch Extrusion hergestelltes Fensterprofil

Die Kunststofffensterprofile werden auch mit einem Extruder herstellt. Jedoch ist die Herstellung etwas kompliziert und aufwendig. Beim Fensterbau wird das Kunststoff in Granulat geliefert. Dieses Granulat kommt in den Extruder. Danach wird die Maschine erhitzt und das Granulat schmilzt.

Die Walzen in der Maschine erhitzten und drehen sich, sodass der flüssige Kunststoff in Form gebracht wird. Danach muss das Kunststoff abkühlen und fertig sind die Fensterprofil.

Nun können die Fensterprofile auf die gewünschte Länge geschnitten werden und an den Ecken zusammengeschweißt werden. Dabei wird das Kunststoff an den Enden erhitzt und zusammengedrückt. Maschinell werden eventuelle Kunststoffreste entfernt.

Für Glasleisten und Rolladenführungen gibt spezielle Co-Extruder. Die Fensterprofile können auch mit Holzstruktur oder Farbfolie beschichtet werden. Durch Einfärbung des Granulats, kann man die Farbe der Kunststofffenster bestimmen.


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