Pressemitteilung vom 23.04.2009
Baukonjunktur aus Sicht der Branche freundlich bis heiter bei Holz-Metall-Fenstern
Frankfurt. Entgegen den pessimistischen Einschätzungen anderer Branchen und Marktforschungsunternehmen zur Entwicklung der deutschen Baukonjunktur präsentiert sich das erste Quartal 2009 aus Sicht der Fenster-, Haustür und Fassadenbranche im Vergleich zum Vorjahreszeitraum überwiegend freundlich. Das ergibt die Auswertung der aktuellen Konjunkturumfrage des Verbandes der Fenster- und Fassadenhersteller (VFF). „Die Einschätzung unserer Mitglieder zur derzeitigen Umsatzsituation und zur Angebotsnachfrage in Deutschland machen der gesamten Branche Mut für die Bewältigung der Weltwirtschaftskrise“, so der Geschäftsführer des VFF, Ulrich Tschorn.
Nach der aktuellen Umfrage vermelden 28 Prozent der Unternehmen der Fenster-, Haustür- und Fassadenbranche steigende Umsätze, 38 Prozent gleich bleibende und 34 Prozent eher rückläufige Umsatzzahlen. Bei den Fenstern bietet sich bei der Umsatzsituationein recht uneinheitliches Bild. Während die Lage im Bereich der Holzfenster als eher schlecht bewertet wird, bietet sich im Bereich Holz-Metall-Fenster und Metall-Fenster ein ausgeglichenes und im Bereich der Kunststofffenster ein positives Bild. Immerhin berichten hier rund 38 Prozent der Befragten von besseren Umsatzzahlen, als im Vorjahresquartal. Der Bereich Haustüren liegt auf gleich bleibendem Niveau. Positiv fallen hier die Kunststofftüren ins Auge, bei denen sich die Umsatzsituation in 30 Prozent der befragten Unternehmen besser entwickelte. Für Fassaden und Wintergärten entwickelte sich das Quartal verhalten rückläufig, wobei der mangelnde Absatz von Wintergärten, aber auch der teilweise rückläufige Absatz von Fenstern, Türen und Fassadenbauteilen unmittelbar auf die harte Witterungssituation in den ersten beiden Monaten dieses Jahres zurückgeführt werden kann.
„Viele Baustellen standen durch den Dauerfrost und die schlechte Witterung still. Ohne diese Situation und natürlich ohne die für Export orientierte Unternehmen äußerst schwierige Marktlage in den GUS-Staaten, Spanien und England wäre die Lage der Branche wohl noch positiver“, erklärt Ulrich Tschorn. Überaus freundlich präsentiert sich die Angebotsnachfrage im heimischen Markt: Während die Nachfrage im Holzsektor nach Einschätzung der befragten Unternehmen eher rückläufig oder gleich bleibend ist, vermelden die Bereiche Holz-Metall-Fenster, Metall und Kunststoff sehr gute Nachfragewerte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Ein wichtiges Fundament für die zukünftige Wirtschaftsentwicklung der Branche sieht der Fenster- und Fassadenverband im stetig wachsenden Modernisierungsmarkt: „Dies gilt umso mehr angesichts rückläufiger Baugenehmigungszahlen und damit verbundener rückläufiger Neubautätigkeiten. Die Modernisierung im Bestand bietet eine große Chance für unsere Unternehmen, im Markt zu bestehen und zu wachsen“, so Ulrich Tschorn. Insgesamt hat die Bedeutung des Modernisierungsmarktes einen Anteil von mehr als zwei Dritteln an den Branchenumsätzen überschritten. „Deshalb kommt auch das Konjunkturpaket II mit seinen Fördermaßnahmen für Bundes-, Landes- und Kommunalliegenschaften wie gerufen. Es lässt auf einen weiterhin stabilen Markt hoffen“, bekräftigt der Fenster-Experte abschließend, der darauf hinweist, dass der Verband 1.300 Baudezernenten in diesem Sinne kontaktiert hat.
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