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Absturzsichernde Verglasungen - Allgemeines
Konstruktionselemente aus Glas, die Menschen vor dem Herabfallen aus größerer
Höhe schützen,
werden als absturzsichernde Verglasungen bezeichnet.
Beispiele hierfür sind
- Brüstungselemente
- Treppengeländer
- Umwehrungen
- Aufzugsverglasungen oder
- raumhohe Wandverglasungen, die eine absturzsichernde Funktion sicherstellen
müssen.
Im Rahmen der Landesbauordnung und der Unfallverhütungsvorschriften der
Unfallversicherer
sind absturzsichernde Bauteile erforderlich, wenn der Höhenunterschied
zwischen Verkehrsflächen
mehr als 1,00 m beträgt. Gemäß den
derzeitigen Landesbauordnungen sind für Absturzhöhen
bis zu 12,00
m Brüstungen und Umwehrungen mit einer Mindesthöhe von 90 cm auszuführen.
Bei größeren Absturzhöhen gelten 110 cm als Mindestanforderung.
Seit der Veröffentlichung
der endgültigen Form der Technischen Regeln
für die Verwendung von absturzsichernden
Verglasungen (TRAV) durch das
Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) im Januar 2003 ist
dieses Regelwerk
Stand der Technik.
Für absturzsichernde Verglasungen von Aufzugsschächten
gelten häufig
zusätzliche Anforderungen, die ebenfalls zu beachten sind.
Bei absturzsichernden Verglasungen wird hinsichtlich der jeweils gestellten
Anforderungen
zwischen drei verschiedenen Kategorien differenziert. Durch die
Regelausführungen
entsprechend den Konstruktionsprinzipen der einzelnen
Kategorien wird den unterschiedlichen
Anforderungen Rechnung getragen. Im Fall
eines Anpralls von Personen oder Gegenständen
muss die Standsicherheit
des Bauteils erhalten bleiben, das Bauteil darf nicht durchstoßen
werden
und es dürfen keine Personen durch herabfallende Bruchstücke ernsthaft
verletzt
werden. Durch den Einsatz geeigneter Glasarten muss daher der Widerstand
gegen die
Einwirkungen ausreichend sein oder eine hinreichende Resttragfähigkeit
sowie eine
ausreichende Splitterbindung zur Vermeidung von Schnittverletzungen
gewährleistet werden.
Bei Fenstern mit festverglasten Brüstungsfeldern (Unterlicht) wird zumeist
ein Sicherheitsglas
bestehend aus einem raumseitigen Einscheibensicherheitsglas
(ESG) mit einer Dicke von 6mm
und außenseitig ein Verbundsicherheitsglas
(VSG) mit einer Dicke von 8mm verwendet. Das
Verbundsicherheitsglas wird
dabei mit einer Sicherheitsfolie von 0,76mm ausgeführt.
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