Montageset & Montageempfehlung

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Montageset & Montageempfehlung

Zu jedem von uns gelieferten Fenster erhalten Sie kostenlos Materialien zur Montage der Fenster.
Folgende Montagematerialien erhalten Sie in einem"Montageset" mitgeliefert:

  1. Unterlegscheiben in unterschiedlichen Dicken
  2. Befestigungsschrauben mit Einsatzbit
  3. Imbusschlüssel zur Fensterjustierung
  4. Fenstergriff inkl. Befestigungsschrauben

Vor dem Beginn der Montage sollten Sie die Flügel aushängen. Dies erleichtert die Montage
wesentlich, denn das Haupgewicht des Fensters stellt der Flügel dar. Der Fensterrahmen
alleine lässt sich leicht hantieren. Bevor Sie die Flügel aushängen, befestigen Sie die Griffe mit den
mitgelieferten Befestigungsschrauben. Zum Aushängen der Flügel drehen Sie den Griff waagerecht
(Drehstellung) und ziehen den Metallstift aus dem Scherenlager (oben links oder in der Fensterecke)
nach unten. Kippen Sie dann den Flügel etwas nach innen und heben ihn aus dem unteren Stift des
Ecklagers (unten links oder rechts in der Fensterecke) heraus. Der Metallstift im Scherenlager sollte
nicht ganz entfernt werden, sondern sollte lediglich bis zum unteren Einrastpunkt herausgezogen werden.

1. Unterlegscheiben in unterschiedlichen Dicken
Die Unterlegscheiben haben unterschiedliche Farben. Jede dieser Farben stellt eine bestimmte Dicke
der Unterlegscheibe dar. Die Unterlegscheiben haben zwei Aufgaben:

  1. Ausgleich von Unebenheiten des Mauerwerks, damit das Fenster fluchtgerecht (waagerecht im
    Wasser) montiert werden kann.
  2. Die Unterlegscheiben stellen einen Abstand zwischen Mauerwerk und Fenster her, der mit
    Dämmmaterial ausgefült werden kann. Die Dämmung zwischen Fenster und angrenzendem
    Mauerwerk ist wichtig und sollte mittels PU-Schaum oder Stopfmaterial (z.B. Baumwollzöpfe)
    erfolgen. Ohne diese Dämmung können unerwünschte Kältebrücken entstehen, die in jedem
    Fall vermieden werden müssen.

Folgende Farben liegen dem "Montageset" bei:

  • braun (Dicke 10mm)
  • grau (Dicke 8mm)
  • grün (Dicke 5mm)
  • rot (Dicke 3mm)
  • blau (Dicke 2mm)
  • weiß (Dicke 1mm)

Von jeder dieser Farben sind dem "Montageset" zwei Stück beigefügt. Durch die unterschiedlichen
Dicken der Unterlegscheiben können unterschiedliche Höhen von Unebenheiten im Mauerwerk
ausgeglichen werden. Die Unterlegscheiben sind 40x30mm (Länge x Breite) groß. Sie sollten so am
Fenster eingesetzt werden, daß diese nicht aus dem Fensterprofil herausstehen. Dies kann sonst bei
den erforderlichen Abdichtungsarbeiten hinderlich sein.

Bei der Montage der Fenster ist zu beachten, daß diese fluchtgerecht (waagerecht im Wasser)
montiert werden. Dazu unterlegen Sie so viele Unterlegscheiben, bis die Unebenheiten des Mauerwerks
ausgeglichen sind und das Fenster "im Wasser" sitzt. Dies kann mittels einer Wasserwaage überprüft
werden. Die Luftblase in der Wasserwaage muss sich dazu in der Mitte der Flüssigkeit auspendeln.
Zusätzlich zur fluchtgerechten Lage des Fensters, muss es auch lotgerecht (senkrecht im Wasser)
montiert werden. Diese Lage erzielen Sie durch die seitliche Befestigung mittels der mitgelieferten
Befestigungsschrauben.


Abbildung Unterlegscheiben


2. Befestigungsschrauben mit Einsatzbit
Sämtliche Fenster sind mit Bohrlöchern mit einem Durchmesser von 6mm seitlich durch den Rahmen
vorgebohrt. Die Bohrlöcher sind so gesetzt, daß die Abstände der einzelnen Bohrlöcher
zueinander den Bestimmungen entsprechen. Damit das Fenster lotgerecht montiert werden kann,
halten Sie die Wasserwaage am senkrechten Rahmen außen fest und justieren das Fenster so lange,
bis sich die Luftblase der Wasserwaage mittig ausgependelt hat. Halten Sie dabei die Wasserwaage
senkrecht entlang dem senkrechten Rahmenprofil. Dann nehmen Sie eine Bohrmaschine mit einem
6mm Stein- oder Holzbohrer (ja nach Mauerwerk) und bohren durch die vorgebohrten Löcher im
Fensterrahmen ins Mauerwerk. Nehmen Sie keinen größeren Bohrer als mit einem Durchmesser
von 6mm. Achten Sie beim Bohrvorgang darauf, daß das Fenster nicht verrutscht. Diesen Vorgang
wiederholen Sie bei allen vorgebohrten Löchern. Die mitgelieferten Befestigungschrauben haben einen
Durchmesser von 7,5mm und eine Länge von 182mm. Daß die Befestigungsschraube einen größeren
Durchmesser hat als die vorgebohrten Löcher im Rahmenprofil, hat seinen Sinn. Durch die Differenz
im Durchmesser "schneidet" die Befestigungschraube sowohl in das Fensterprofil als auch in das
Mauerwerk ein Gewinde, was für eine spannungsfreie Befestigung sorgt. Für eine optimale Montage
der Befestigungschrauben verwenden Sie einen Schlagschrauber. Da der Schraubenkopf nicht mit
normalen Kreuzschlitzeinsätzen bewegt werden kann, liegt dem"Montageset" ein spezieller
Einsatzbit bei, der für einen optimalen Kraftübertrag sorgt. Die Befestigungsschrauben werden uns
von der Firma Würth geliefert und entsprechen den Bestimmungen einschlägiger Normen (DIN).


Abbildung Befestigungsschraube 7,5x132mm

 

3. Imbusschlüssel zur Fensterjustierung
Nach erfolgter Montage des Fensters hängen Sie den/die Flügel wieder ein. Dazu setzen Sie den/die
Flügel in leicht gekippter Haltung in den Stift des unteren Ecklagers ein bis er ganz unten sitzt. Achten
Sie darauf, daß Sie beim Einfahren in den Stift nicht verkanten. Klappen Sie dann den Flügel in das
obere Scherenlager und schieben den Metallstift nach oben durch. Mit dem mitgelieferten Imbusschlüssel
können Sie den/die Flügel so justieren, daß er nicht am Rahmen streift. Sie können am Ecklager zwei
Lagen des Flügels verändern. Zum einen die Höhenlage und zum anderen die seitliche Lage. Für die
Höhenlage stecken Sie den Imbusschlüssel von oben in das Ecklager ein.Durch Drehen des
Imbusschlüssels nach links oder rechts bewegt sich der Flügel nach oben oder unten. Um die seitliche
Justierschraube zu erreichen müssen Sie den Flügel aufdrehen. Durch Einstecken des Imbusschlüssels
von der Seite in das Ecklager kann der Flügel nach links und rechts bewegt werden.

Bevor Sie die Justierarbeiten durchführen, testen Sie ob der/die Flügel mit der Werkseinstellung nicht
bereits einen guten Lauf aufweisen. Sollten Justierarbeiten notwendig sein, verstellen Sie nur so viel wie
unbedingt notwendig.


Abbildung Imbusschlüssel

4. Fenstergriff mit Befestigungsschrauben
Zu jedem Fenster erhalten Sie in der erforderlichen Menge an Fenstergriffen des Fabrikats Würth in
weiß oder silber mitgeliefert sowie die dementsprechende Menge an Befestigungsschrauben.
Der Griff hat einen Aluminiumkern und ist mit Kunststoff ummantelt. Die Rosette am Ende des
Griffteils kann weggedreht werden um die Schrauben in die dafür vorgesehenen Öffnungen einzubringen.
Der Griff wird bei verschlossenem Fenster in das Getriebe eingesteckt, mit dem Griffteil nach unten.
Anschließend wird der Griff waagerecht gestellt, damit die Befestigungsschrauben eingesetzt werden
können. Die Schrauben nur so fest anziehen, daß der Griff ordentlich befestigt ist. Zu festes Anziehen
der Befestigungsschrauben führt dazu, daß sich der Griff zu schwer drehen lässt.

Abbildung Fenstergriff in weiß

Dämmen der Hohlräume zwischen Mauerwerk und Fenster
Zunächst schäumen Sie den Hohlraum zwischen Mauerwerk und Fenster mit PU-Schaum oder
Stopfmateria laus. Bei PU-Schaum verwenden Sie einen 1-Komponenten PU-Schaum, der in
jedem Baumarkt erhältlich ist. Sollen Sie Stopfmaterial verwenden wollen (z.B. Baumwollzöpfe
oder Seidenzöpfe) sind diese in Baumärkten oder Bioläden erhältlich. Für beide Materialien gilt,
daß der Hohlraum zwischen Mauerwerk und Fenster vollflächig ausgefüllt werden muss. Je weniger
Luftkammern desto besser. Denn Luftkammern bilden Schallbrücken bzw. Wärme-/Kältebrücken,
die vermieden werden müssen.

Der PU-Schaum wird gleichmäßig in den Hohlraum eingesprüht. Da PU-Schaum quillt, muss
nicht der ganze Hohlraum ausgefüllt werden. Hier sollte zu Testzwecken eine kleine Stelle
ausgeschäumt werden, um dann zu beobachten in welchem Maß der Schaum quillt. Unterschiedliche
Fabrikate quillen unterschiedlich. Nachdem der Hohlraum ausgeschäumt wurde, vergeht einige Zeit
bis der Schaum vollständig ausgehärtet ist. Erst dann sollte der überstehende Schaum mit einem
Teppichmesser bündig mit dem Fensterprofil auf der Aussen- und Innenseite des Fensters abgeschnitten
werden. Bei PU-Schaum ist darauf zu achten, daß dieser nicht bei extremer Kälte verarbeitet wird.
PU-Schaum gefriert dann beim Einsprühen in den Hohlraum und wird flockig. In diesem Zustand hat
PU-Schaum keine Dämmwirkung. Beachten Sie die Hinweise auf der Flasche hinsichtlich der
Verarbeitung. Füllen Sie niemals soviel PU-Schaum in den Hohlraum, daß aufgrund des quillenden
Schaums der Fensterrahmen verformt wird. Dies führt sonst zu Schäden am Fenster.

Stopfmaterial kann sehr leicht mit einer Kelle oder einem Spachtel in den Hohlraum eingedrückt
werden. Füllen Sie den Hohlraum vollflächig aus. Achten Sie dabei darauf, daß der Rahmen des
Fenster nicht durch zu viel Stopfmaterial verformt wird. Dies führt zu Schäden am Fenster.

Abdichtung der Fenster zum angrenzenden Bauteil

Was heißt richtig abgedichtet?

Für die 3 Montageebenen "innen", "mitte" und "außen" gelten grundsätzlich folgende Maßgaben:

  1. Die innere Abdichtung trennt Raum- und Außenklima und muss dampfdiffusionsdicht ausgeführt
    sein.
  2. Die mittlere Abdichtung zwischen Fensterrahmen und Hauswand muss vollständig mit wärme-
    dämmendem Material ausgefüllt werden.
  3. Die äußere Abdichtung dient als Wetterschutzebene und ist dauerhaft schlagregendicht und
    gleichzeitig dampfdiffusionsoffen auszuführen.

Materialien zur Abdichtung der 3 Montageebenen

Die dampfdiffusionsdichte Abdichtung innen kann mittels dauerelastischem Material (z.B. Acrylmaterial)
oder mittels dampfdiffusionsdichten Folien erfolgen. Sollten innen Putzarbeiten ausgeführt werden,
empfiehlt es sich Folien mit einem Putzvlies zu verwenden. Das Putzvlies garantiert die Haftung des
Putzes auf der Folie. Folien die ohne Putzvlies ausgeführt werden, können im Extremfall zur Ablösung
des Putzes führen bzw. zu schneller Putzrissbildung.

Die mittlere Abdichtung kann entweder mittels 1-K-PU Schaum (1-Komponenten-PU Schaum)
ausgefüllt werden oder durch Stopfmaterialien wie z.B. Baumwollzöpfe. Diese sind z.B. bei allergischen
Reaktionen auf PU-Schaum zu empfehlen.

Die äußere Abdichtung kann sowohl mittels vorkomprimiertem Dichtungsband als auch mittels
dampfdiffusionsoffener Folie erfolgen. Sollten aussen Putzarbeiten ausgeführt werden, empfiehlt
es sich Folien mit einem Putzvlies zu verwenden. Das Putzvlies garantiert die Haftung des Putzes
auf der Folie. Folien die ohne Putzvlies ausgeführt werden, können im Extremfall zur Ablösung des
Putzes führen bzw. zu schneller Putzrissbildung.

Die Abdichtung der Fenster stellt einen wichtigen und wirksamen Schutz vor Baufolgeschäden dar.
Fenster müssen nach den heutigen Richtlinien immer abgedichtet werden. Dabei gilt der Grundsatz:
Innen dichter als aussen
.


Was benötigen Sie für zusätzliches Werkzeug und Material, welches nicht im
"Montageset" enthalten ist ?

  1. Bohrmaschine für Mauerwerks- bzw. Holzbohrungen
  2. 6mm Stein- bzw. Holzbohrer für die Bohrmaschine
  3. Wasserwaage für die lot- und fluchtgerechte Montage
  4. Akkuschrauber oder Bohrmaschine zur Montage der Befestigungsschrauben
  5. 1-Komponenten PU-Schaum oder Stopfmaterial
  6. Abdichtungsmaterialien zur Abdichtung der Fenster zum angrenzenden Mauerwerk

Sollten Sie nicht geübt sein in der Montage und Abdichtung von Fenstern, sollten Sie
eine qualifizierte Fachfirma verpflichten. Achten Sie dabei auf die Einhaltung der
RAL-Montage. Die RAL-Montage legt die Art der Montage und die Art der Abdichtung
fest.

Die Montage der Fenster muss immer den bei Ihnen vorherrschenden Bedingungen
angepasst werden.

Wenn Sie sich nicht sicher sind ob Sie Ihre Fenster selber montieren sollen, dann
Fragen Sie uns - wir können Ihnen auch Fachfirmen in Ihrem Postleitzahlengebiet
nennen .

Die vorliegenden Informationen zu "Montageset & Montageempfehlungen" sind nach
bestem Wissen und Gewissen auf dem derzeitigen Stand der Technik erstellt. Sie stellen
allerdings eine Empfehlung dar. Aus dieser Empfehlung können weder Gewährleistungs-
noch sonstige einklagbare Ansprüche abgeleitet werden. Eine Haftung von
fensterversand.com ist ausgeschlossen.

 

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