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Montageset & Montageempfehlung
Zu jedem von uns gelieferten Fenster erhalten Sie kostenlos Materialien zur Montage der Fenster.
Folgende Montagematerialien erhalten Sie in einem"Montageset" mitgeliefert:
- Unterlegscheiben in unterschiedlichen Dicken
- Befestigungsschrauben mit Einsatzbit
- Imbusschlüssel zur Fensterjustierung
- Fenstergriff inkl. Befestigungsschrauben
Vor dem Beginn der Montage sollten Sie die Flügel aushängen. Dies erleichtert die Montage
wesentlich, denn das Haupgewicht des Fensters stellt der Flügel dar. Der Fensterrahmen
alleine lässt sich leicht hantieren. Bevor Sie die Flügel aushängen, befestigen Sie die Griffe mit den
mitgelieferten Befestigungsschrauben.
Zum Aushängen der Flügel drehen Sie den Griff waagerecht
(Drehstellung)
und ziehen den Metallstift aus dem Scherenlager
(oben links oder in der Fensterecke)
nach unten. Kippen Sie dann den
Flügel etwas nach innen
und heben ihn
aus dem
unteren Stift des
Ecklagers
(unten links oder rechts
in
der Fensterecke) heraus. Der Metallstift im Scherenlager sollte
nicht ganz entfernt werden, sondern
sollte
lediglich
bis zum unteren Einrastpunkt herausgezogen werden.
1. Unterlegscheiben in unterschiedlichen Dicken
Die Unterlegscheiben haben unterschiedliche Farben. Jede dieser Farben stellt eine bestimmte Dicke
der Unterlegscheibe dar.
Die Unterlegscheiben haben zwei Aufgaben:
- Ausgleich von Unebenheiten des Mauerwerks, damit das Fenster fluchtgerecht (waagerecht im
Wasser)
montiert
werden kann.
- Die Unterlegscheiben stellen einen Abstand zwischen Mauerwerk und Fenster her, der mit
Dämmmaterial
ausgefült werden kann. Die Dämmung zwischen Fenster und angrenzendem
Mauerwerk ist wichtig und
sollte mittels PU-Schaum oder Stopfmaterial (z.B. Baumwollzöpfe)
erfolgen. Ohne diese Dämmung können
unerwünschte Kältebrücken entstehen, die in jedem
Fall
vermieden werden müssen.
Folgende Farben liegen dem "Montageset" bei:
- braun (Dicke 10mm)
- grau (Dicke 8mm)
- grün (Dicke 5mm)
- rot (Dicke 3mm)
- blau (Dicke 2mm)
- weiß (Dicke 1mm)
Von jeder dieser Farben sind dem "Montageset" zwei Stück beigefügt. Durch die unterschiedlichen
Dicken der
Unterlegscheiben können unterschiedliche Höhen von Unebenheiten im Mauerwerk
ausgeglichen werden.
Die Unterlegscheiben sind 40x30mm (Länge x Breite) groß. Sie sollten so am
Fenster eingesetzt
werden, daß
diese
nicht aus dem Fensterprofil herausstehen. Dies kann sonst bei
den erforderlichen Abdichtungsarbeiten
hinderlich sein.
Bei der Montage der Fenster ist zu beachten, daß diese fluchtgerecht
(waagerecht im Wasser)
montiert werden.
Dazu unterlegen Sie so viele Unterlegscheiben, bis die Unebenheiten des Mauerwerks
ausgeglichen sind und das
Fenster
"im Wasser" sitzt. Dies kann mittels einer Wasserwaage überprüft
werden. Die Luftblase in der
Wasserwaage
muss
sich dazu in der Mitte der Flüssigkeit auspendeln.
Zusätzlich zur fluchtgerechten Lage des Fensters, muss es auch lotgerecht (senkrecht im Wasser)
montiert werden.
Diese Lage erzielen Sie durch die seitliche Befestigung mittels der mitgelieferten
Befestigungsschrauben.
Abbildung Unterlegscheiben
2. Befestigungsschrauben mit Einsatzbit
Sämtliche Fenster sind mit Bohrlöchern mit einem Durchmesser von 6mm seitlich durch den Rahmen
vorgebohrt.
Die Bohrlöcher sind so gesetzt, daß die Abstände der einzelnen Bohrlöcher
zueinander den Bestimmungen
entsprechen.
Damit das Fenster lotgerecht montiert werden kann,
halten Sie die Wasserwaage am senkrechten Rahmen außen
fest und
justieren das Fenster so lange,
bis sich die Luftblase der Wasserwaage mittig ausgependelt hat. Halten Sie
dabei
die Wasserwaage
senkrecht entlang dem senkrechten Rahmenprofil. Dann nehmen
Sie eine Bohrmaschine mit
einem
6mm Stein- oder Holzbohrer (ja nach Mauerwerk) und bohren durch die vorgebohrten
Löcher im
Fensterrahmen ins
Mauerwerk. Nehmen Sie keinen größeren Bohrer als mit einem Durchmesser
von 6mm.
Achten Sie beim Bohrvorgang darauf, daß das Fenster nicht verrutscht. Diesen Vorgang
wiederholen
Sie bei allen
vorgebohrten Löchern.
Die mitgelieferten Befestigungschrauben haben einen
Durchmesser
von 7,5mm und eine Länge von 182mm. Daß
die
Befestigungsschraube einen größeren
Durchmesser hat als die vorgebohrten Löcher im Rahmenprofil, hat seinen Sinn. Durch die
Differenz
im Durchmesser "schneidet" die Befestigungschraube sowohl in das Fensterprofil als auch in das
Mauerwerk ein
Gewinde, was für eine spannungsfreie Befestigung sorgt.
Für eine optimale Montage
der
Befestigungschrauben verwenden Sie einen Schlagschrauber.
Da der Schraubenkopf nicht mit
normalen Kreuzschlitzeinsätzen bewegt werden kann, liegt dem"Montageset"
ein spezieller
Einsatzbit bei, der für einen optimalen Kraftübertrag sorgt. Die Befestigungsschrauben werden
uns
von
der Firma Würth geliefert und entsprechen den
Bestimmungen einschlägiger Normen (DIN).
Abbildung Befestigungsschraube 7,5x132mm
3. Imbusschlüssel zur Fensterjustierung
Nach erfolgter Montage des Fensters hängen Sie den/die Flügel wieder ein. Dazu setzen Sie den/die
Flügel in
leicht gekippter Haltung in den Stift des unteren Ecklagers ein bis er ganz unten sitzt. Achten
Sie darauf, daß Sie
beim Einfahren in den Stift nicht verkanten. Klappen Sie dann den
Flügel in das
obere Scherenlager und schieben
den Metallstift nach oben durch.
Mit dem mitgelieferten Imbusschlüssel
können Sie den/die Flügel so justieren,
daß er nicht am Rahmen
streift. Sie können am Ecklager zwei
Lagen des Flügels verändern.
Zum einen die Höhenlage und zum anderen die seitliche Lage. Für die
Höhenlage stecken Sie den Imbusschlüssel
von oben in das Ecklager ein.Durch Drehen des
Imbusschlüssels nach links oder rechts bewegt sich der Flügel
nach oben oder unten. Um die seitliche
Justierschraube zu
erreichen müssen Sie den Flügel aufdrehen. Durch Einstecken
des Imbusschlüssels
von der Seite in das Ecklager kann der Flügel nach
links und rechts bewegt werden.
Bevor Sie die
Justierarbeiten durchführen, testen Sie ob der/die Flügel mit der Werkseinstellung nicht
bereits einen
guten Lauf
aufweisen. Sollten Justierarbeiten notwendig sein, verstellen Sie nur so viel wie
unbedingt notwendig.
Abbildung Imbusschlüssel
4. Fenstergriff mit Befestigungsschrauben
Zu jedem Fenster erhalten Sie in der erforderlichen Menge an Fenstergriffen des
Fabrikats
Würth in
weiß
oder silber mitgeliefert sowie die dementsprechende Menge an Befestigungsschrauben.
Der Griff hat
einen Aluminiumkern und ist mit Kunststoff ummantelt.
Die Rosette am Ende des
Griffteils kann weggedreht
werden um die Schrauben in die dafür
vorgesehenen Öffnungen einzubringen.
Der Griff wird bei verschlossenem
Fenster in das Getriebe
eingesteckt, mit dem Griffteil nach unten.
Anschließend wird der Griff waagerecht gestellt, damit
die
Befestigungsschrauben eingesetzt werden
können.
Die Schrauben nur so fest anziehen, daß
der Griff ordentlich
befestigt ist. Zu festes Anziehen
der
Befestigungsschrauben führt dazu, daß
sich der Griff zu schwer drehen lässt.
Abbildung Fenstergriff in weiß
Dämmen der Hohlräume zwischen Mauerwerk und Fenster
Zunächst schäumen Sie den Hohlraum zwischen Mauerwerk und Fenster mit PU-Schaum oder
Stopfmateria laus. Bei PU-Schaum verwenden Sie einen 1-Komponenten PU-Schaum, der in
jedem Baumarkt erhältlich
ist. Sollen Sie Stopfmaterial verwenden wollen (z.B. Baumwollzöpfe
oder Seidenzöpfe)
sind diese in Baumärkten
oder Bioläden erhältlich. Für beide Materialien gilt,
daß der Hohlraum zwischen
Mauerwerk und Fenster
vollflächig ausgefüllt werden muss. Je weniger
Luftkammern desto besser. Denn Luftkammern bilden Schallbrücken bzw.
Wärme-/Kältebrücken,
die vermieden werden müssen.
Der PU-Schaum wird gleichmäßig in den Hohlraum eingesprüht. Da PU-Schaum quillt, muss
nicht der ganze
Hohlraum ausgefüllt werden. Hier sollte zu Testzwecken eine kleine Stelle
ausgeschäumt werden, um dann
zu beobachten in welchem Maß der Schaum quillt. Unterschiedliche
Fabrikate quillen unterschiedlich.
Nachdem der Hohlraum ausgeschäumt wurde, vergeht einige Zeit
bis der Schaum vollständig ausgehärtet ist.
Erst dann sollte der überstehende Schaum mit einem
Teppichmesser bündig mit dem Fensterprofil auf der
Aussen-
und Innenseite des Fensters abgeschnitten
werden. Bei PU-Schaum ist darauf zu achten, daß dieser
nicht bei extremer Kälte verarbeitet wird.
PU-Schaum gefriert dann beim Einsprühen in den Hohlraum und wird
flockig. In diesem Zustand hat
PU-Schaum keine Dämmwirkung. Beachten Sie die Hinweise auf der Flasche
hinsichtlich der
Verarbeitung.
Füllen Sie niemals soviel PU-Schaum in den Hohlraum, daß aufgrund des quillenden
Schaums der
Fensterrahmen
verformt wird. Dies führt sonst zu Schäden am Fenster.
Stopfmaterial kann sehr leicht mit einer Kelle oder einem Spachtel in den Hohlraum eingedrückt
werden. Füllen
Sie den Hohlraum vollflächig aus. Achten Sie dabei darauf, daß der Rahmen des
Fenster nicht durch zu viel
Stopfmaterial verformt wird. Dies führt zu Schäden am Fenster.
Abdichtung der Fenster zum angrenzenden Bauteil
Was heißt richtig abgedichtet?
Für die 3 Montageebenen "innen", "mitte" und "außen" gelten grundsätzlich folgende Maßgaben:
- Die innere Abdichtung trennt Raum- und Außenklima und muss dampfdiffusionsdicht ausgeführt
sein.
- Die mittlere Abdichtung zwischen Fensterrahmen und Hauswand muss vollständig mit wärme-
dämmendem
Material ausgefüllt werden.
- Die äußere Abdichtung dient als Wetterschutzebene und ist dauerhaft schlagregendicht und
gleichzeitig
dampfdiffusionsoffen auszuführen.
Materialien zur Abdichtung der 3 Montageebenen
Die dampfdiffusionsdichte Abdichtung innen kann mittels dauerelastischem Material (z.B. Acrylmaterial)
oder mittels
dampfdiffusionsdichten
Folien erfolgen. Sollten innen Putzarbeiten ausgeführt werden,
empfiehlt es sich Folien mit
einem Putzvlies zu verwenden. Das Putzvlies garantiert
die Haftung des
Putzes auf der Folie. Folien die ohne Putzvlies
ausgeführt werden, können im Extremfall zur Ablösung
des Putzes führen bzw.
zu schneller Putzrissbildung.
Die mittlere Abdichtung kann entweder mittels 1-K-PU Schaum (1-Komponenten-PU Schaum)
ausgefüllt werden
oder durch Stopfmaterialien
wie z.B. Baumwollzöpfe. Diese sind z.B. bei allergischen
Reaktionen auf PU-Schaum zu
empfehlen.
Die äußere Abdichtung kann sowohl mittels vorkomprimiertem Dichtungsband als auch mittels
dampfdiffusionsoffener
Folie erfolgen.
Sollten aussen Putzarbeiten ausgeführt werden, empfiehlt
es sich Folien mit einem Putzvlies zu verwenden.
Das Putzvlies garantiert
die Haftung des Putzes
auf der Folie. Folien die ohne Putzvlies ausgeführt werden, können im
Extremfall zur Ablösung des
Putzes führen bzw.
zu schneller Putzrissbildung.
Die Abdichtung der Fenster stellt einen wichtigen und wirksamen Schutz vor Baufolgeschäden dar.
Fenster müssen nach
den heutigen
Richtlinien immer abgedichtet werden. Dabei gilt der Grundsatz:
Innen dichter als aussen.
Was benötigen Sie für zusätzliches Werkzeug und Material, welches nicht im
"Montageset" enthalten ist ?
- Bohrmaschine für Mauerwerks- bzw. Holzbohrungen
- 6mm Stein- bzw. Holzbohrer für die Bohrmaschine
- Wasserwaage für die lot- und fluchtgerechte Montage
- Akkuschrauber oder Bohrmaschine zur Montage der Befestigungsschrauben
- 1-Komponenten PU-Schaum oder Stopfmaterial
- Abdichtungsmaterialien zur Abdichtung der Fenster zum angrenzenden Mauerwerk
Sollten Sie nicht geübt sein in der Montage und Abdichtung von Fenstern, sollten Sie
eine qualifizierte Fachfirma verpflichten.
Achten Sie
dabei auf die Einhaltung der
RAL-Montage. Die RAL-Montage legt die Art der Montage und die Art
der Abdichtung
fest.
Die Montage der Fenster muss immer den bei Ihnen vorherrschenden Bedingungen
angepasst werden.
Wenn Sie sich nicht sicher sind ob Sie Ihre Fenster selber montieren
sollen, dann
Fragen Sie uns - wir können Ihnen auch Fachfirmen in Ihrem Postleitzahlengebiet
nennen
.
Die vorliegenden Informationen zu "Montageset & Montageempfehlungen" sind nach
bestem
Wissen und Gewissen auf dem derzeitigen Stand der Technik erstellt. Sie stellen
allerdings eine Empfehlung dar. Aus dieser Empfehlung können weder Gewährleistungs-
noch sonstige einklagbare Ansprüche abgeleitet werden. Eine Haftung von
fensterversand.com ist ausgeschlossen.
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