Klarglas – erfolgreich seit über 50 Jahren

Absturzsicherung aus Klarglas

Klar-, Float-, Flach- oder Fenster-Glas: verschiedene Begriffe, die das gleiche bedeuten. Dabei handelt es sich um Glas in Form von Scheiben. Diese Glasscheiben dienen der hauptsächlich verwendeten Verglasung im Bauwesen, da sie dank ihrer Transparenz und Lichtdurchlässigkeit gute Sicht und Belichtung der Räume liefern. Aber auch bei Automobilverglasungen, Spiegeln, Displays von Elektrogeräten und sogar als Solarglas für Photovoltaikanlagen kommt Klarglas zum Einsatz, oft mit einer speziellen, dem Verwendungszweck angepassten Beschichtung. Hier finden Sie im Nu ein maßgenaues Klarglas-Fenster.

Das Floatglas-Verfahren

Klarglas wird mittels Floatglas-Verfahren hergestellt. Dabei ist der Herstellungsprozess in aufeinander folgende Zonen unterteilt. Nachdem die einzelnen Bestandteile zu einer flüssigen Glasmasse geschmolzen werden, leitet man diese auf ein Bad aus Zinn.

Das leichtere Glas vermischt sich nicht mit dem schweren Metall, sondern schwimmt an der Oberfläche. Daher auch der Name des Verfahrens, denn das Glas treibt (engl. to float) auf dem Zinn. Die Oberflächenspannung des Zinns und der niedrige Schmelzpunkt des Metalls führen dazu, dass im Floatglas-Verfahren hergestellteGlasscheiben sehr glatte Oberflächen haben.

Anschließend wird die kontinuierliche Glasmasse aus seinem Zinnbad gezogen, in einen Kühlofen geleitet und langsam auf Raumtemperatur abgekühlt, sodass einzelne Glasscheiben je nach gewünschter Länge und Breite zugeschnitten werden können. In Europa beläuft sich die Standardgröße auf 6 m Länge und 3,21 m Breite. Die gewünschte Dicke erreicht man in diesem Verfahren durch die Geschwindigkeit, mit der das flüssige Glas auf seinem Zinnbad läuft.

So kann Klarglas nicht nur in einer Stärke hergestellt werden, sondern je nach Auftrag variieren. Heute liegen die Standards für Glasdicke zwischen 2 und 24 mm Stärke. Dafür muss nicht einmal der laufende Prozess angehalten werden.

Klarglas als Spritzschutz bei Duschkabine

Bevor das Klarglas seiner Bestimmung zugeführt werden kann, muss die Kantenbearbeitung erfolgen. In Anwendungsbereichen, in denen die Glasscheibe von einem Rahmen umgeben ist, kann die Kantenbearbeitung übergangen werden. Für alle weiteren Zwecke müssen die Kanten der Scheibe poliert oder geschliffen werden, da diese sonst zu scharf wären.

Dieses Verfahren zur Herstellung von Klarglas bestimmt seit den 60er Jahren den industriellen Fertigungsprozess der Glasproduktion. Auf diese Art und Weise können über 1000 m Floatglas pro Stunde hergestellt werden.

Zuvor wurde Klarglas mittels Fourcault-Verfahren industriell fabriziert, wobei die Gläser hierbei über eine Düse senkrecht aus einem Schmelz gezogen wurden.


Anwendungsbereiche

Der Einsatzbereich von Klarglas ist vielfältig. Einige Anwendungsgebiete für diese Glasform sind – abgesehen von der reinen Fensterscheibe – die folgenden:

Diese Glasart ist oft Grundlage für die Weiterverarbeitung zu Funktionsgläsern. Darüber hinaus ist es noch immer das am häufigsten verwendete Bauglas für Fenster oder auch Glasscheiben für die Türfüllung.

Zwar nutzen Käufer Klarglas im Badezimmer, in Duschkabinen, auf Terrassendächern verschiedenster Dachform oder beim Gewächshaus, allerdings fallen die Ergebnisse dieser Kaufentscheidung gemischt aus. Das klare Glas sorgt im Badezimmer und als Teil der Duschkabine dafür, dass jeder übrig gebliebene Wassertropfen sichtbar bleibt, was bei kalkhaltigem Wasser zu hohem Pflegeaufwand führt.

Weißglas und Floatglas Vergleich

Beim Dach von Gewächshäusern muss man bei der Verwendung dieser Verglasungen darauf achten, dass die Pflanzen genügend Schatten bekommen, da der starke Lichteinfall durch die Glasscheibe zu Austrocknung oder sogar Verbrennungen führen kann.

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